Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

- 44 -

vpfer, durch ansehnliche Beiträge ihr möglichstes zu bal-diger Befreiung ihres Herrn. (')

„In Fährten und in Nöthen zeigt erst das Volk sich acht,Drum soll mau nie zertreten sein altes gutes Recht." (')

Nach seiner Befreiung erhielt Friedrich Rudolf noch ver-schiedene Beweise von Auszeichnung aus allerhöchsten Hän-den, darunter wir blos die Ernennung zum Obrist-Fcld-zeugmeister anführen wollen. (') Doch überlebte er dieselbenur noch vier Jahre, denn ein anhaltender Keuchhustenraffte ihn den 26. Oktober 1655, während seines Aufent-halts zu Datschütz in Mähren, in einem Alter von 53Jahren und 6 Monaten, dahin. Man bewahrt seine Ein-geweide in diesem Orte; die übrige Leiche im Kapuziner-kloster zu Haslach. Der Grabstein meldet prunkvoll seineVerdienste. (I Die geheime Geschickte des Hauses gewährtüber die spätern Lebensperioden Friedrich Rudolfs keineder betrübenden Aufschlüsse mehr, welche die frühere ver-unzieren. Vielleicht ließ der Ungestüm der Jugend imDrang der Geschäfte und im Ernst der furchtbaren Ver-hältnisse nach, welche in sein Leben gefallen. Auch magder pappenheim'sche Prozeß manches zu Abkühlung derwildesten Flammen beigetragen haben.

Von den beiden Söhnen Friedrich Rudolfs aus ersterEhe mit Marimilianc von Pappenheim blieb Marimi-lian Franz der Stammherr; Heinrich Friedrich starbden Tag nach seiner Geburt, am 13. Oktober 1635; dieKinder aus zweiter Ehe mit Magdalene von Hanau-Lich-tenberg waren nachstehende:

l') Urk. darüber im F. H.-A., Nro. 785>>.(') L. Ubland : Eberhard der Greiner.ich Kaiserl. Patent vom 20. März 16S1. (F. H.-A.)(^1 Schriftl. Nachr. im F. H.-A., Nro. 7S6.