Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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einen weitausschendcn und kostspieligen, auf den langsa-men Untergang des Gegners berechneten Prozeß veran-laßte, die versprochene Belehnung bis znm Jahre 1630.Den lupfischen Allodial-Erben, welche den ersten Spießin diesen Krieg getragen, war es ihrerseits eben so weniggeglückt, den Sequester von den Gütern gehoben zu sehen,die sie mit so vielen Nechtstiteln angesprochen zu habenvermeint. Der Graf von Mörsberg, von Überdruß daroberfaßt, hatte alle Ansprüche deshalb (1603) an Pappen-heiin um die Rundsumme von 100,000 Gulden abgetreten., Alle Bediiiguisse der Bclehnung waren von Letzten» er-füllt, alle Belege für die Separation der Lehen und Allo-dicn dargereicht; aber es war Osterreich nicht um derenSeparation, sondern Vereinigung zu thun. AHan ver-schleppte die Urkunden, welche Eigenthum der Parteienwaren, von einer Stadt in die andere, und entzog jenendadurch die einzigen Rechtsmittel; man zögerte mit Ein-vernahme der Zeugen; als alles dies noch nicht hinrei-chend schien, wußte man gewandt die Thätigkeit desi Rcichsfiskales zu lähmen. Der neue Kaiser, vielleicht inHinsicht auf die übrigen Verdienste des Hauses Pappen-Heim, hatte sich zwar endlich zur Belehnung des GrafenMar verstanden, den österreichischen Hauptprozeß in derUrkunde aber ausdrücklich sich vorbehalten. Es war alsoin der Sache so viel als nichts gewonnen. Das persön-liche Betragen des Marschalls aber verstärkte glücklicher-weise die Vorthcile und die Rechtsgründe seiner Feinde.

Das Gefühl erduldeten Unrechts war in ihm nach undnach vorherrschend und zu unversöhnlichem Haß widerden Bedränger gesteigert worden, also zwar, daß er deml Hause Österreich und der Liga, in deren Vcrtheidignngsein tapferer Vetter so ruhmreich bei Lützen fiel, wo er'svermochte, Schaden zu stiften und Feinde zu erregen suchte.