Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
32
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sollte, und es blickt ziemlich unversteckt die immerwährendeEifersucht des Kaisers und des Churfürsten und der bei-derseitigen Truppenführer hervor. Der Graf von Fürsten-berg, mit seiner heftigen Natur und seinem witzigen Wesen,inochte da wohl mehr als einmal Stoff genug gegeben ha-ben, um den Funken zu entzünden. Wie mau damals miteinander oft verfuhr, beweist das spätere Beispiel Johannvon Werth's selbst, gegen den des Churfürsten Haß sobitter sich richtete.

Friedrich Rudolf kannte die Verhältnisse zu gut, alsdaß er über des Kaisers Gesinnungen lange in Furcht ge-standen wäre. Seine Vorstellungen hatten den günstigstenErfolg, und die Erzherzogin Claudia, welche mächtigenEinflusses sich erfreute, und der er in seiner Sache auchzuschrieb, so wie die Freundschaft mehrerer Mitglieder desHofkriegsrathes und des Ministers Grafen von Traut-mannsdorf trugen nicht wenig dazu bei. (')

Friedrich Rudolf hatte so wenig von der Gunst desHofes eingebüßt, daß schon unterm 16. März, ehe nochseine Rechtfertigung völlig hatte beurkundet werden mö-gen, der Kaiser selbst, von Preßburg aus, ihm eine Voll-macht sandte, worin sowohl die nunmehr getroffenenMaßregeln zur Deckung der Erblande, des Oberrheins ^und anderer bedrohten Punkte des Reichs ihm mitgetheilt,als auch umständliche Schilderungen und Belege über dieSchlacht vom dritten März gefodert wurden. Ferdinand III.bat den Grafen auf das Dringendste, zur Reorganisationdes zersplitterten Heeres und zur Rettung der Festen zwi-schen Rhein und Donau, vor allem aber zur BehauptungBreisachs, sein Möglichstes beitragen und den übrigen

(') Vgl. über diesen ganzen Handel die merkwürdigen Aktenstückein den Beilagen zu Ende dieses Bandes.