Für die Pässe selbst war nicht minder eifrig gesorgt wor-den. Bei Wälschensteinach und St. Blasien wurden tau-send bewaffnete Fürstcnberger, für acht Tage lang mit allerNotbdurft versehen, gleich des Tages nach dein Marschder Armada gen Rhcinfelden aufgestellt; diese Leute har-retcn ungebraucht und unvcrwendet, vor und wahrendder Sä,lacht, bis die Kunde von deren Verlust sie zurHeimkehr bestimmte. Auch bei Löffingen stand eine Anzahlfürstcnberg'scher Unterthancn der Grafschaft, mit Wehr undWaffen ausgerüstet, und man hatte mehr Pferde zuge-schickt, als selbst nur gcfodert worden. Wie konnte nunder bei der Hanptarmce anwesende Graf die Dinge ver-anlaßt haben, deren die erste Beschwerde ihn bczüchtigt?
Nachdem das große Unglück am 2. März geschehen, warFriedrich Rudolf der erste General, welchem Savclli undWerth Orders zugeschickt, die auf dem Schwarzwalde zer-streuten Regimenter zu sammeln und bis auf weiteres denBefehl über dieselben zu führen. Hätte er in dem einenoder andern Punkte so gröblich gefehlt, so war es sehrunwahrscheinlich, daß man ihm ein neues Kommando über-tragen. Die Handschrift und daS Siegel des RittmeistersJohann Ede, welcher damals die Regimenter des General-Wachtmeisters Specrreuter und des Obristen Beigott an-geführt, liefern zur Genüge den Beweis, daß nicht derGraf, sondern andre, die Schuld trugen, wenn dies Re-giment und die Mctternichischen 1(M Musketiere am ver-hänguißvollen Sonntage, wahrend des ersten Treffens sichnicht mit dem Heere vereinigt, sondern, trotz des Umstan-des, daß diese Vereinigung sehr leicht bewirkbar gewesen,(indem jene Truppen ganz in der Nahe, nämlich bei Lauf-fenburg, gestanden, und die Munition auf Saumrossenihnen nachgeführt wurde,) den Rückmarsch antraten undbis Gillenberg im St. Blasischen ihn fortsetzten, wo sie