Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

theils über den Muth, thcils über die Fähigkeiten desGrafen aus.

Der Graf sah sich genöthigt, seinen Ruf in der öffent-lichen Meinung zu retten; er sammelte demnach alles, wasauf die einzelnen Vorfalle der Doppelschlacht, auf seinVerhältniß zu den übrigen Generalen, auf seine Thcil-nahme an den Operationen und auf Ursachen, Umständeund Folgen der Niederlage Bezug hatte, und was zu sei-nen Gunsten sprechen konnte.

Sowohl die Rechtfertigung selbst, mit welcher er sichunmittelbar an den Kaiser selbst gewendet, als die Doku-mente, die er derselben beigefügt, liefern eine Reihe neuerund wichtiger Aufklärungen über die bedeutungsvolleKricgsthat, und wir freuen uns, durch ihre Mittheilungdie Leser in den Stand zu setzen, sich durch genaue Ver-glcichung derselben mit den gedruckten Darstellungen erstrecht ein vollständiges Bild des Ganzen verschaffen zilkönnen. (')

Die Beschwerden, welche wider den Grafen hinsichtlichder Schlacht und des Verlustes von Rheinfeldcn erhobenworden, erstreckten sich auf folgende Punkte:

Erstens warf man ihm vor : die Überlieferung der nachRheinfeldcn beorderten Waffenvorräthe versäumt und dieFestung dadurch außer Stand gesetzt zu haben, noch einigeZeit sich zu vcxtheidigen, denn in diesem Fall wären derDuca di Savclli und Johann von Werth nicht genöthigt

ZI

l') Die gelungenste und gediegenste unter den bisherigen Erzäh-lungen der Schlacht bei Rbeinfelden findet man in Johannvon Werths, aus Quellen behandelte Biographie von F. W.Barthold zu Berlin, 1826 . 8° (sie füllt das 7. und 3. Ka-pitel). Man vgl. damit die Rezens. von VarnHagen vonEnse in den Jahrb. für wiss. Kritik v. I. 1327.