Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
23
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Worten wissen werde. Und damit verließ er rasch den Saallind setzte sich, umgeben von einer guten Anzahl seinerLeute, die er mehrerer Sicherheit willen in der Nahe auf-gestellt, zu Pferd und ritt ebenfalls von bannen.

Die Familie erhob über den Kindesraub bei dem Kaiserbittere Klagen; allein die Bezüchtigtcn waren Protestan-ten und entschuldigten die That mit religiösen Gründen;daß gegen die Rheingrafen, als Anhänger der Gegenpar-tei in damaliger Zeitlage wenig ausgerichtet werden konn-te, versteht sich von selbst. Die Ergebnisse des eingeleitetenProzesses sind unbekannt, vcrmuthlich jedoch zum Nachtheildes klagenden Paares ausgefallen. Auch über das fernereSchicksal des entführten Kindes ist nichts in Zeitbüchcrnaufzufinden. ()

Wenn von dieser Seite her der Ehre Friedrich Rudolfs,in der Eigenschaft als Privatmann, eine tiefe Wunde ge-schlagen wurde, so empfing er eine noch tiefere durch dieVerläumdungcn, welche ihn als Anführer in der berühm-ten Schlacht bei Nheinfcldcn längere Zeit hindurchverfolgt.

Die Schlacht bei Rheinfcldcn, der Hauptwcndepunktder protestantisch-schwedischen Sachen in der dritten Pe-riode des dreißigjährigen Krieges, durch Bernard vonWeimars Hcldenschwcrdt und Klugheit zugleich, unmittel-bar nach einer empfindlichen Niederlage, gewonnen, undvon dem Übermulh des versailler Kabinettcs den franzö-sischen Waffen, ohne irgend eine Theilnahme daran, mitAusnahme des gespendeten Geldes, zugeschrieben, bildetin französischen und tcutscheu Geschichtbüchcrn jener Zeiteinen Gegenstand der mannigfachsten Erörterungen. Die-

(') Einige Aktenstücke über dies Gegenstück zu Kunz s. Kauffun-genS That befinden sich im Z. H.-A.