merkwürdigen Jntrignen zwischen Maximilian, dem Kar-dinal-Jnfanten, dem Konige von Ungarn »nd dem wie-ner Hofe zu besorgen hatte, Jntriguen, welche von dereinen Partei als vorzügliche Ursache des Abfalls, von derandern als Mittel der Nothwehr gegen die Untreue be-zeichnet worden sind. Der Churfürst sandte um die MitteJulis den Grafen an den Infanten, mit der gemessenstenEinladung ab, seinen Marsch an der Spitze des nachTeutschland geführten Kriegsvvlkcs, welches bereits bisJnsbruck gekommen war, ohne weiteres fortzusetzen, durchkeine Schwierigkeiten, noch durch Gcgenordrcs irgend einerArt sich abhalten zu lassen und dem gemeinen katholischenWesen in Teutschland zu Hülfe zu eilen. Der Graf ver-richtete das kitzliche Geschäft, der Wachsamkeit Wallcn-stcins und seiner Freunde so ziemlich entgehend, mit Ge-wandtheit und Sorgfalt. (') Solcherlei Dienste erwirktenihm für mehr als eine Vcrirrung Nachsicht bei den aller-höchsten und hohen Personen.
Noch im Spatherbst desselben Jahres war er auch mitdem so kampflustigen, als unglücklichen Herzog Karl vonLothringen in thätiger Verbindung und er warb für diesen,in Folge erhaltenen Auftrags, ein Regiment Dragoneran, welches jedoch keineswegs verhinderte, daß der Fürstnicht, überall wo er auftrat, schimpflich geschlagen wurde. (')
Ein Jahr darauf hatte Friedrich Rudolf das Unglück,seine Gemahlin Marie Marimiliane zu verlieren, nachdemsie ihm zwei Sohne, Maximilian Franz nnd HeinrichFriedrich, geboren, an den Folgen der Niederkunft mitdem letztern aber gestorben war. (') AlS die gesetzliche
(') Scbrb. Maximil., ä. g. 12. Iu'i 163-p. (F. H.-A.)(') Sckrb. des Herz. Karl, a. ä. 10. Oklob r 1634.(') Am 16. Oktober 16Zö. (F. H.'A. Nro. 763.)