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der Tochter des Reichsmarschalls der Familie Eggenbergzugefügt worden, lud auf ihn alle Gefahren schwerer Un-gnade von Seite der allerhöchsten Personen; denn auchdie Kaiserin, nach spanischen Begriffen erzogen und ge-bildet, pflegte es in solchen Fällen sehr ernst zu nehmen.Fürstenberg, im Arme der schönen und reichen Frau,lachte derselben, und wahrscheinlich wandten seine Bettern,so wie Pappenheim selbst, welchen man nicht so leichtkränken durfte, das drohende Gewitter ab. So ging auchdiesmal der Leichtsinn ungestraft ans.
Das Bündniß mit dem pappenheim'schen Hause gabFriedrich Rudolfs Sachen neuen Glanz und großes Ge-wicht. Sein Einfluß bei dem Churfürsten stieg. MancherleiSendungen und Geschäfte von Bedeutung wurden ihmnach und nach anvertraut. In die Reihe der erster» ge-hört namentlich die Botschaft nach Polen, im Jahre 1632.Er hatte zu Krakau im Namen Maximilians und desChurfürsten von Köln die Glückwünsche der Beiden anden neuerwahlten König Sigismund zu überbringen, undaus Auftrag beider Herren mit demselben für die Interes-sen der Liga zu unterhandeln. (9 Er that es zu vollerZufriedenheit der Betheiligten.
Zwei Jahre später hatte er zu Braunau, wohin mandurch Estafette ihn berief, mit dem Churfürsten von Baierneine vertraute Unterredung; die wallensteinische Angele-genheit bildete den Hanptgegenstand derselben, und mansuchte um diese Zeit der wirklichen oder angeblichen Ver-schwörung des Herzogs von Friedland eine hinreichendeMasse von andern Streitkräften, als über welche er ver-traggemäß den alleinigen Oberbefehlstab bisher geführt,entgegen zu setzen. Es war Friedrich Rudolf, welcher diese
(9 Schreiben < l. a. Braunau, 17. Dezember. (F. H.-A.)