Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

zu Pferd. Ein Jahr später stieg er sogar zum General-Feldwachtmeistcr empor. (I

Als die Drangsale des Krieges schwer auf manchen Ge-genden Schwabens lasteten, erhielt Friedrich Rudolf, mit-telst besonderer Order an den Obristen von Ossa, Be-freiung von allen Lasten des Durchzugs und der Einquar-tierung. E)

Die Verhaltnisse zu Baiern hatten ihn mit angeschenenFamilien, die im Lande dienten oder darin ansaßig wa-ren, in Berührung gebracht. Er lernte auch einen Grafenvon Pappenheim, Bruder oder Vetter des berühmtenFeldherrn Maximilians und der Liga, so wie dessen rei-zende Tochter, Marie Mar im iliane,(') kennen, welche,als einzige Erbin der Landgrafschaft Stühlingcn und vie-ler anderer damit verbundenen Besitzungen, eine MengeFrcyer zu fruchtlosen Versuchen schon angelockt. Der Grafvon Fürstenberg war der Glückliche, welcher sie als Brautheimführte. Zu Engen ging die Vermahlung mit vielemPrunke vor sich. (^) Er brachte ihr eine Eroberung mit,deren Nichtannahme leicht von den verderblichsten Folgenfür ihn hätte werden können. Schon im Jahre 1624 hatteFriedrich Rudolf um die Hand einer Prinzessin von Eg-gen b er g, Tochter des allgewaltigen Ministers, sich be-worben. Sowohl dieser, als der Kaiser selbst waren da-mit einverstanden gewesen. Auf einmal nun wendete sichdas flatterhafte Gemüth des Grafen von der Verlobtenab und zu andern Blumen. Diese Beleidigung, so wie dienoch größere, welche durch die endliche Vermählung mit

(') Churf. Bestellung im F. H.-A.

(') Sckrb. Ferdinands II- an Ossa. -I. ä- 4. April 1KZ0. (F. H.-A.)(^) Aus der Ebe mit Maria Ursula von Leiningen.

(") Chepackt vom 27. Februar IKllt.