solches aus. Er liebte entscheidende und energische Maß-regel» , und die Feinde erfuhren seine Nähe nie ohneSchrecken. Man rühmt ihm nach, daß er verschiedene be-deutende Änderungen in der Kriegsmanier vorgenommen,welche daher auch selten des Sieges ihn ungewiß seynließen. Das Ungewöhnliche übt jeder Zeit einen sichernEinfluß auf die im alten Gleise verharrenden Menschen,und der, welcher sich selbst schöpferische Kraft zutraut, be-sitzt sie auch wirklich in allen Krisen der Geschichte.
Erbe des Namens und der Güter, aber nicht der Ei-genschaften und Verdienste des Vaters, war Franz Karl,geboren den 25. März 1626. Das Schicksal, welches sofrüh' ihn zur Waise gemacht, sorgte weder für seine Bil-dung, noch für sein Glück. Obgleich unter der Mutterunmittelbarer Aufsicht und der Leitung seiner gesippte»Tormünder, Vratislaus I, Egon VIII., Karl Ludewigvon Sulz n. f. w., entwickelten sich doch in ihm nur we-nig geistige Anlagen; auch verhinderten vielleicht die wir-ren Verhältnisse der Zeit, mehr für ihn zu thun. Ein Hangzn mystischer Frömmelei vernichtete überdies die cdlcrnKeime vollends, und Franz Karl überließ sich bald einemso beschaulichen als unthätigcn Leben, das weder ihm,noch den Seinigen, noch dem Vaterlande Nutzen brachte.Mönche, die Kapuziner zumal, wurden seine vorzüglich-sten Räthe und Freunde. Diese vielleicht, in der Hoffnungreicher Erbschaft, bestärkten ihn im Entschlüsse, unver-mählt zu bleiben, nachdem er einige Augenblicke sich er-mannt hatte, um die Hand der Schwester Johann Lude-wigs von Sulz, seiner Baase, zu freien. Er trat demnach,seiner Liebe reuig und der Weltsrcuden überdrüßig, alleAnsprüche auf sein Erbgut an den Vetter, Hermann Egonvon Fü stcnberg-Hciligenberg ab, worunter auch der An-theil auf Werenwag.