Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
13
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Die Herrschaft Bnrgbeim war schon früher, in Folgeder Wicderlösung von Österreichischer Seite, ihm abge-nommen worden. Als Lebensunterhalt bedingte er sich blosdie Jahressumme von 3000 Gulden, nebst den nothwendig-stcn Gefällen und Nutzungen. Spater jedoch sah er sichim Falle, um Vermebrung seines Deputates und Über-nahme seiner Schulden den Vetter anzugehen. Ein neuerVergleich kam darüber zu Stande, über dessen Nichterfüllunger jedoch bald Klage beim Reichskammergcricht führennnd durch eine Entscheidung desselben sicher sich stellenmußte.

Die einzige, im ganzen Leben vielleicht ihm gewordeneAuszeichnung war, daß der Churfürst von Baiern zumReichsvikarius ihn ernannte, eine Würde, die er mehrdem Namen, als der That nach, bekleidete. Von Kapuzi-nern umgeben, ihnen allein nur lebend und nur für sieallein sorgend, starb er den 19. Juli 1698 zu Wolfach.Die Freunde des Herzens waren, zum größten Nachtheilund Verdruß seiner gesetzlichen Erben, in seinem Letztwil-len mit verschwenderischer Großmuth bedacht. Jahrzeitennnd Kaplaneicn bildeten die Hauptpunkte dieses letztern,so wie zweier, dasselbe begleitenden Codizille. Ihre Verseblieben auch sein einziges ruhmloses Denkmal. (')

(') Über Franz Karl geben Urkunden und schriftliche Belege vom14. März 1646 (die Ertheilung der s-wtis durch denKaiser), vom 9. August (Beschwör, der Hausverträge), vom2. Juli 16S6 (Cessio» an H. Egon), 18. Juni 1658 (churf.baier'sch. ke-crixt», vom 25. Oktober 1658 (Vergleich), von1677 (Klage beim R.-K.-Gericht) und 1693 (Testam. Codiz.Stift.) u. s. w. Aufschluß. (Beil. Rro. 603 — 619 i. F. H.-A.)Die Allegativn zahlreicher Prozeßakten u. a. m. übergebenWir.