Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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Reichschaler gebrandschatzt. Die Verdienste Fürsten-bergs in diesem letzter» Feldzug pries Tilly in einemSchreiben an die baierischen Stände. (7)

Jakob Ludewig trug, gleich Egon dem Bruder, vonseinen Anstrengungen größern Ruhm, denn Gewinn. Ersah sich oftmals in dringenden Verlegenheiten, aus denendes Kaisers langsame Großmuth oder Nechtsgefühl nurspät ihn zog. So wurden selbst von einem durch KaiserMathias an G. Friedrich IV. verschriebenen Kapital von10,000 Gulden die Zinsen dem Sohne nicht bezahlt. Alsdie, vom Vater übernommenen Glaubiger denselben dräng-ten, sah er sich zu Vorstellungen an den Kaiser genöthigt;indem er diesem sür einen wider Christian IV. errungenenneuen Siege Glück wünschte, und die Hoffnung ausdrück-te, daß »K. Majestät alle wiverspanstigen Rebellanten undFeinde dergestalt supprcmirt und gedämmt sehen möchte,«deutete der Graf auf die Güter des im Treffen gebliebenenObristcn Fuchs als bequemste Entschädigung für seine An-sprüche. Der Erfolg ist uns unbekannt. G)

Im Lager vor Lauenburg, unmittelbar nach EroberungStimburgs, starb Jakob Ludewig, von der Pest dahinge-rafft, den 15. November des Jahres 1627. Er verordnetenoch vor seinem Ende, daß man die Leiche in dem vonihm gestifteten und erbauten Kapuzincrkloster zu Kicnzheimim Elsaß beisetze. (I

Das Wesen dieses Kriegers war noch kraftiger undtrotziger, als dasjenige seines Brudes Egon. Schon dieZüge auf dem Gemälde, welches von ihm übrig, drücken

(') Hdscbftl. Notiz.

(') Ebencas.

<7) Supplik, 6. <1. Heiligeiiberg, 19. September 1626.C) Die Belege dafür im F. H.-A. v. dems. Dat.