Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
7
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Gedanken nicht malen, daß er sich dort einlassen würde,in andere Dienste sich zu begeben, (was) auch wider seineReputation scyn würde. Mit Sulz oder Truchseß (wiedie Rede geht) wird man Bedenken tragen, aus vielenUrsachen, so Deroselben zum Theil bewußt seyu werden.Weilen nun Deroselben Alles umstäudiglich erfahren, alsoersuche ich Sic, mir die Gratia zu erweisen, und meinewenige Person aus fürfallende Gelegenheit befohlen undrekommandirt seyn lassen. Ich habe Graf Hans Georgenvon Hohenzollern per i'-agion clo sksto und aus erheblichenUrsachen, so Deroselben lcichtlich abnehmen können, auchgeschrieben. Ich thäte es ingleichcn gegen den Herrn vonTrautmannsdorf, weilen aber Deroselben nicht allein bes-ser den Herrn bekannt, als ich sonder auch ein sonder-barlicher Freund an Ihnen habe, so übergcb' ich, Deroneben Auerbictung Deroselben meiner ganz willigen Dienstefür solliche Willfahr bediene, um Deroselben ich die Tagmeines Lebens nach äußersten mein Vermögen, und ver-bleib', uns allerseits göttlicher Allmacht empfehlend.« ( )Es scheint, daß Jakob Ludcwigs Wunsch erhört undderselbe bald darauf zu bedeutenden Kricgsgcschäftcn ver-wendet worden. Das Jahr 1623 sah seine Tapferkeit ganzbesonders hervorleuchten, und auch dem Verdienst die ge-bührende Krone werden. Nach verschiedenen Gefechten, indenen sämmtlich er sich ausgezeichnet, fand er im Augustbei Lahna im Münster'schen die langersehnte Gelegenheit,als Hanptanführer der kaiserlichen Truppen den altenMuth der Fürstcnberger zu erproben. Die Feinde, unterHerzog Christian von Braunschweig-Lüncburg, wurdenhier, wie bekannt, zurückgetrieben und verloren 16 Fähn-leins, 5 Korncte und 5 Kanonen, nebst 75 Hauptleutcn.

(') Schreiben vom 4. Dezember 1622. F. H.-A.