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Bd. 1, Abth. 6 (1878) Flaggen
Entstehung
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PLAGGEN.

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in Berlin z. B. auf dem Hause des greisen FeldmarschallsWrangel gehisst, sonst fast nirgends mehr.

Nr. 2., wird (ungespalten) ebenso wie Nr. 3 nochvielfach als Preussische Landesflagge gehisst.

5) Plagge des Kgl. Bayrischen Hauses.

6) Plagge Sr. Maj. des König Ludwig II., ge-hisst bei Allerliöchstdesselben Anwesenheit auf einem derResidenzschlösser.

7) DieBayrische L andes flag ge ist ebenso, ohneden Namenszug oder auch wie die kgl. Hausflagge ohnedas Wappen. Grössenverhältnisse nicht bestimmt.

Tafel 6.

1) Plagge des Württembergischen Königs-hauses.

2) Württembergische Landesflagge.

3) Königlich Sächsische Hausflagge.

4) Landesflagge des Königreichs Sachsen.

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Grössenverhältnisse nicht bestimmt.

Tafel 7.

1) Flagge Sr. K. H. des Grossherzogs vonMecklenburg-Schwer in.

Höhe: 3,75 M., Länge: 5,625 M.; das Quadrat worindas Wappen = Vis = 1,75 M. resp. s /i 5 = 2,00 M. d.Flaggenhöhe. Streifen = i/ 3 d. Plaggenhöhe = 1,25 M.

Gehisst, sobald Sr. Kgl. Hoheit oder ein Mitgliedder Grossh. Familie ein Schiff besteigt, sowie auf denSchlössern, die Sie bewohnen.

2i Landes- und Handelsflagge von Mecklen-burg-Schwerin.

Gehisst an der Spitze der Handelsfahrzeuge des Gross-herzogthums ehedem, jetzt nur noch Landesflagge.

3) Grossherzogliche} ?, eb ^ ross h e ^ zo S"

4: Landes- Flagge tliums Mecklen-

4J ^ anttes ' bürg Strelitz.

5) Plagge des Grossherzogs von Oldenburg.

Hat in der Mitte des Kreuzes ein weisses Quadrat

mit dem Grossherzogl. kleineren Wappen.

6) Ehem. Handelsflagge, ebenso, ohne Wappen,jetzt noch Landesflagge.

7) Die Lootsenflagge kleiner und quadratisch,mit weissem Bord, jetzt beide durch die deutsche Plaggeauf der Handelsmarine ersetzt.

Alle drei sind sie blau und haben in der Mitte eindurchgehendes rothes Kreuz, dessen horizontaler Balkenungleiche Enden hat. Höhe 3,75 M., Länge =5,625 M.,Breite des Kreuzes = i/ 6 der Plaggenlänge 0,938 M.Länge der Rechtecke am Mastlick = 2/ 7 derPlaggenlänge= 1,607 M.

Tafel 8.

Landesflaggen der Grossherzogthümer,Hessen undSachsen, der 3 Herzogthümer Sach-sen und des Herzogthums Anhalt.

Besondere Plaggen der Kegentenhäuser existiren nichtausgenommen Sachsen-Weimar, wo die auf den Schlös-sern gehisste Plagge im mittleren Streifen das kleineWappen hat.

Grössenverhältnisse nicht bestimmt.

Tafel 9.

1) Braunschweigische Landesflagge.

2) Plagge Sr. H. des Herzogs von Braun-schweig.

3) 4: Landesflaggen der beiden Fiirsten-thümer Schwarzburg (besondere Fürstliche Plaggenexistiren nicht.)

5) Plagge Sr. D. desFürsten zurLippeist weissmit dem vollständigen fürstlichen Wappen (ohne Helme)in der Mitte.

6) Landesflagge des Fürstenthums Lippe,roth, gelb, quer getheilt, meist am Plaggenstock ein fürst-lich-gekrönter runder, silberner Schild mit der Lippe'-schen Kose.

Grössenverhältnisse nicht bestimmt.

Tafel 10.

1) Landesflagge desFürstenthums Schaum-burg-Lippe.

2) Landesflagge des Pürstenthums Reuss(-Schleiz) j. L.

3i Plagge Sr. D. des Pürsten von Reuss(-Greiz) ä. L., roth mit gelber Union, darin ein schwarzesAndreaskreuz.

4) Landesflagge des Pürstenthums Reussä. L.

5) Plagge Sr. D. des Pürsten von Waldeck-Pyrmont: gelb mit achtspitzigem schwarzen Stern (Wald-eck) im äusseren weissen Obereck ein rothes Ankerkreuz(Pyrmont;.

6) Landesflagge des Fürstenthums Wal-deck-Pyrmont.

Grössenverhältnisse unbestimmt.

Tafel 11.

Plaggen der freien und Hansestädte.

1) und 2) Staatsflagge und Handelsflaggevon Hamburg. Erstere geführt von den Lootsenbooten,letztere von Hamburger Handelsschiffen ehedem. Höhe:3,75, Länge: 6,57 M.

Der Wimpel der Hamburgischen Staats-schiffe ist roth, mit den 3 Thürmen und Anker über-zwerch gelegt und das letzte Drittel zweizipflig.

Ebenso war früher der Handelswimpel, nur ohneden Anker.

3, 4i Bremen.

Staatsflagge, wurde gehisst von den Lootsen inden Häfen. Sie hatte 14 abwechselnd rothe Quer-Streifenund am Plaggenstock 2 Reihen Quadrate verwechselterTincturen; an dem inneren Würfel-Streif, zwischen demvierten nnd fünften oberen und dritten und vierten unte-ren Querstreif ist ein weisses Viereck mit dem vollstän-digen Bremenser Staatswappen angebracht. Ob noch imGebrauch, ist nicht bekannt.

Die eliemaligeHandelsflagge hatte nur8(manchmalaber auch 14, Querstreifen, mitden beiden Würfelreihen, aberohne das Quadrat. Sie wurde an der Spitze aller Bremen-ser Handelsschiffe gehisst. Am Fockmast bedeutete sie,dass man einen Lootsen wünschte. Ausserdem hatten dieHandelsschiffe alle noch eine weisse Plagge, am Plaggen-stock mit den 2 Würfelreihen und oben und unten je mitmit rothem Streif. Dieselbe trug in der Mitte des Weis-sen die Nummer der Schiffliste und wurde am grossenMast gehisst. Auch führten sie einen manchmal ganz ro-then Wimpel, manchmal wie die Handelsflagge gestreift(aber nur 4 Streifen). Höhe: 3,75 M., Länge: 6,25 M.;die Streifen = i/ 8 der Höhe = 0,4-69 M. (Jetzt durchdie deutsche Flagge ersetzt.)

5, und 6) Lübeck.

Staatsflagge, früher von den Lootsen im Hafen vonTravemünde geführt, war von Weiss über roth durch Wellen-schnitt quer getheilt; vom Flaggenstock ca. 1 M. entfernt,in der Mitte zwischen beiden Streifen, ein weisses Quad-rat von I1/2 M. mit dem Lübecker Staatswappen, demgold-bewehrten schwarzen Doppeladler mit weiss roth ge-theUtem Brustscliildchen; ca. 1/4 Meter vom [oberen undunteren Rande hat jeder Streifen eine Wellenlinie ver-wechselter Tinctur. Ob noch im Gebrauch ist nicht bekannt.

Die Handelsflagge, (Höhe: 3,75, Länge: 6,25M.l hatte dieselben Dimensionen, war aber einfach weiss rothquergetheilt und wurde von den Lübeckischen Handelsschif-fen am Heck geführt, resp. am Fockmast, um einen Loot-

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