näher eingehen, welches auf Schritt und Tritt den Freund unsererWissenschaft in Florenz fesselt.
Unter den vielen pallästen, welche hier mit Wappenschmuckversehen sind, erwähne ich nur als Beispiele den der Strozzi, indessen Ornamenten die drei Monde des Familienwappens inmannigfaltiger Kombination eine Rolle spielen, den palazzoRicardi, den alten Sitz der Medici, in dessen Hofe das MediceerWappen in sehr verschiedenartigen Formen Verwendung gefundenhatH (Figur 5, H, 1s6), sowieden palazzo Giansigliazzi mitseinem prachtvollen Löwen-wappen aus der Mitte des^5 Jahrhunderts (Fig. 5 a).
Ueberall begegnet manden beiden Wappen derStadt, der guelfischen, man-nichfach höchst originell orna-mentirten Lilie 2) und demghibellinischen Adler, welcherhier in seinen Fängen einenDrachen und im Schnabeleine gestielte Lilie hält(Fig. ^0), als historische Er-innerungszeichen an die mit-telalterlichen Parteikämpfedes Landes.
Und nun diese Füllevon Heraldik innerhalb derK irchen und palläste! Namentlich zu erwähnen ist hier diegroße Zahl von Wappen in farbiger Marmor-Mosaik, z. B. in
!) Aus diesen Darstellungen des Mediceer Wappens, sowie ausdem vergleich desselben mit alten Siegeln des Hauses ergiebt sich, daßdie Zahl der Kugeln im Schilde von 2—9 schwankte, ferner, daß diemit den drei Lilien geschmückte mittlere Kugel erst gegen Ende dest5. Jahrhunderts auftritt und daß als Helmbild sowohl ein mit einerKugel besteckter Hut, wie ein Adler vorkommt.
2) Line interessante Zusammenstellung verschiedener Formen derFlorentiner Lilie finoet sich in der Monatsschrift des „Deutschen Herold"XIV. Jahrgang 1863 Nr. 6.
von dem Renaissance-Deckel eines antiken Sarko-phages im Hofe des palazzo Riccardi (Medici)in Florenz.