Markgraf Georg bon Brandenburgin Ungarn.
Beitrag zur Hohenzollernschen Genealogie.
von Dr. Woriz Wertner.
aß Mitglieder souveräner Familien, die in demgeometrisch beschränkten Kreise ihrer engerenHeimath weder ihren Besitz vergrößern, nocheine hervorragende öffentliche Thätigkeit ent-falten konnten, ihr Glück an verschwägertenHöfen irgend eines größeren fremden Staates versuchten, ist eineim Mittelalter so häufig beobachtete Erscheinung, daß derennähere Beleuchtung überflüssig ist.
Auch der ungarische Hof hat zu verschiedenen Zeiten aus-ländische Fürstlichkeiten bei sich beherbergt, die in Ungarn zumehr oder weniger Bedeutung gelangt, und daß unter diesenFürstlichkeiten sich namentlich in den späteren Zeiten zumeistDeutsche befanden, ist in der geographischen Lage Ungarnsbegründet.
Den Reigen eröffnet im Allgemeinen ein Graf von Stefling-Riedenburg, der als Schwager König Stefans II. (seine SchwesterAdelheid war die Gattin des Königs) ^29 das Oberkommandoüber die ungarische Armee gegen die Byzantiner führte. —Nach ihm kam Belas des Blinden Schwager, der Serbe Belusch,der als Palatin und Ban eine äußerst segensreiche Thätigkeit
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