entfaltete; — dann Berthold von Meran, Schwager Andreas' II.,— Albert Morosini aus Venedig, Gheim Andreas' III., — Karlvon Durazzo, Vetter Ludwigs des Großen, — Ladislaus vonGppeln u. f. f., ganz abgesehen von den fremden fürstlichenPersonen, die in Ungarn Kirchenfürsten geworden.
Markgraf Friedrich (der Alte) von Ansbach, aus der FamilieHohenzollern (ch April ^536), hatte aus seiner Ehe mit Sofie,einer Tochter des Polenkönigs Kasimir IV., mehrere Söhne, vondenen Georg, der Reihenfolge ihrer Geburt nach der zweite,am März sH8H geboren wurde. Bei der zahlreichen Nach-kommenschaft war es eine natürliche Sache, daß MarkgrafFriedrich für seine jüngeren Söhne Stellungen im Auslandesuchte, und Nichts lag näher, als sich an den Bruder seinerGemahlin, Uladislaus, zu wenden, der seit seines
Namens der Zweite den ungarischen Königsthron inne hatte,um einen der Söhne auf einem ungarischen Bischofssitze unter-zubringen, einen oder zwei andere aber in die ungarische Armeeeintreten zu lassen. Uladislaus, der aus Polen nach Ungarnverpflanzte Weichling, der sich inmitten seiner ungarischen Um-gebung nicht sonderlich wohl fühlte, erklärte sich bereit, einender deutschen Neffen an seinem Hofe zu versorgen, und so ge-langte im Frühjahre f505 Prinz Georg nach Ungarns)
Trotzdem aber der einundzwanzigjährige, mit allen Vor-zügen eines Ritters ausgestattete Mann sich die volle Gunst
Wilhelm Fraknäi hat ^333 in der „Laäapesti s?emle" eine aufurkundlicher Grundlage ruhende Abhandlung über Georg von Branden-burg als Erzieher Ludwigs II. veröffentlicht. Soweit es sich in vor-liegender Arbeit um Georgs politische Thätigkeit handelt, habe ichFraknäis Daten benützt.
Im königlichen Archive zu München wird H883) ein beträchtlicherTheil des Archivs des Markgrafen Georg aufbewahrt. Ein Akten-bündel (LTII. ;69) enthält: „^cta, die von Markgrafen Friedrichvon Brandenburg durch Doctor Veiten von Fürst bei dem KönigUladislaus von Ungarn negotiirte und durch Mithülfe Pantaleonisvon Kuhndorf bewirkte Aufnahme dessen zweiten Sohnes MarkgrafGeorg von Brandenburg an den Hof des gesagten Königs betreffend".
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