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mit demselben erloschen. — Ein im 15. Jahrh. nach Ostpreussen ge-kommener Zweig der Familie, welcher das Gut Sperlings unweit Kö-nigsberg besass, starb mit sieben Töchtern des Gabriel v. J. am Endedes 16. Jahrb. aus. Dieselben waren durch Vermahlung in die Fa-milien v. Bronsart, Trosche, Braxein, Diehle, Lüttwitz, Gersdorf undDobner gekommen.
Bucelini , III. S. 91. — Seifert , Ahnentafel des Gesehl. v. J. — Frei'h. v. Hoheneck, I.S. 437—445 u. S. 705. — Gauhe, I. S. 925 ii. II. S. 1591 — 1593. — Wissgrill, IV. »S. 474—477.— N. Pr. A.-L. V. S. "251. — Freih. v. Ledebur, 1. S. 389.' -- Siebmacher, I. 34: H. Jägen-reuter, Österr. Herren. — v. Meding . III. -S. 301 u. 302. — Suppl. z. Sieöm. YV .-B. IV. 15 : v. J.
•Ingow. Eins der ältesten, angesehensten u. begütersten märki-schen Adelsgeschlechter, welches sich in den Marken weit ausbreitete,schon zeitig in Pommern blühte, dann in das Magdeburgische undLüneburgische kam, in alten Urkunden unter dem Famen Jago undJagau auftritt und dem Wappen nach (in Silber ein rothes Bad mitsechs Speichen) zu den Stammgenossen der v. Wedel, v. Lichtenhagen,v. Stülpnagel u. v. Wreech gehörte. — Den Namen erhielt das Ge-schlecht, wie man annimmt, von dem Sitze Jagow in der Uckermark,welcher der Familie schon 1250 und noch 1396 zustand, dagegenscheint das gleichnamige Dorf im Kr. Pyritz Pommerns den Namenvon der Familie erhalten zu haben. — Hermann v. J. starb 1396 alsStatthalter in der Mark; Hans v. J. war Oberst u. Hofmarschall des *1499 verstorbenen Kurfürsten Johann zu Brandenburg; Gebhard v.J~kommt zu Aufauge des 16. Jabrh. als Hauptmann in der Altmark voru. Matthias v. J. starb 1544 als erster lutherischer Bischof zu Bran-denburg, nachdem derselbe viel zur Ausbreitung der lutherischenLehre in den Marken beigetragen hatte. — Im Laufe der Zeit ge-langte die Familie in der Altmark, und zwar namentlich in den Krei-sen Osterburg u. Salzwedel, in der West-Priegnitz, der Ucker- undNeumark u. anderen Theilen der jetzigen Provinz Brandenburg, inPommern, im Lüneburgischen und auch im Ilolsteinschen zu ansehn-lichem Güterbesitz, ist noch jetzt im Kgr. I'reussen reich begütert u.zahlreiche Sprossen des Stammes, von welchen mehrere in den Jo-hanniter-Orden aufgenommen wurden, haben in k. preuss. Kriegs- u.Staatsdiensten gestanden u. sind in denselben zu hohen Ehrenstellengelangt. Ludwig Friedrich Andreas Günther v. J. a. d. H. Crüden,gest. 1826, war früher königl. Flügel-Adjutant, wurde 1809 Oberstall-meister, begleitete 1813 u. 14 den König Friedrich Wilhelm III. alsGeneralmajor und General-Adjutant auf die Schlachtfelder und dannauf den Reisen nach Paris, London und Wien und trat nach demFrieden in das Verhältniss als Ober-Stallmeister u. Chef sämmtlicherOber- u. Landgestüte zurück. Ein jüngerer Bruder desselben, Wil-helm v. Jagow, k. pr General der Infanterie und Chef des 26. Inf.-Reg., feierte 1836 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum etc. Wie glie-derreich übrigens der Stamm war und noch ist, ergiebt sich daraus,dass 1806 zwölf Ofliciere aus demselben in der k. pr. Armee standenu. dass noch in neuester Zeit acht Glieder der Familie, als im Königr.Preussen begütert, genannt wurden und zwar in der West-Priegnilz:Friedrich Wilhelm August v. J., Major a. D., Herr auf Dallmin und