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Kunstarchäologische Betrachtungen über das Portal zu Remagen
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saikbildern ausgeschmückt war. Was diese Gattung von Kunstthätigkeit alleinnicht erreichen konnte, das leisteten helfend die edlen Metalle. Die Kirchen, wel-che Konstantin und seine Mutter erbauen Hessen, waren nach dem Zeugnisse desEusebius, eines Zeitgenossen Konstantins, überaus reich an Verzierungen vonGold und Edelsteinen, und eine der Kirchen die auf die Mutter Konstantins, als Er-bauerin zurückgeführt wird , die Kirche des h. Gereon zu Köln, hatte wegen derFülle des glänzenden Goldes, womit sie im Innern geziert war, den Namen: adsanctos aureos, Kirche zu den goldenen Heiligen, erhalten 1 ). Wäre dieAechtheit des Philopalris, einer Spottschrift Lucians von Samosata auf die Christen,nicht bezweifelt 2 ), so hätten wir ein weit älteres und merkwürdigeres Zeugniss fürdiese Thatsache, als die Zeugnisse des Eusebius.Wir gingen, so heisst es inder genannten Schrift, durch eiserne Pforten, über eherne Schwellen, stiegen einelange Wendeltreppe hinan, und gelangten endlich in einen Saal mit goldenerDecke, wie Homer des Menelaos Wohnung beschreibt; ich sah mich allenthalbenum wie Telemachus, fand aber beim Zeus! keine Helena, sondern nur Männer mitgesenkten Köpfen und bleichen Gesichtern 3 )." Man irret kaum, wenn man annimmtLucian habe Räume wie sie in der nachstehenden Stelle der Apostelgeschichte1, 13. 14. angezeigt werden, vor Augen gehabt.Als sie da ankamen, begabensie sich in den Obersaal (v%epäov) des Hauses, nämlich Petrus und Jakobus,Johannes und Andreas, Philippus und Thomas. Alle diese waren da in anhalten-dem Gebete vereint mit einander nebst den Frauen, auch Maria, die Mutter Jesu mitseinen Brüdern". In dem v%egaov pflegten sich die ersten Christen zu versammeln.

Das Bestreben, in dem Innern der Kirche Pracht und Glanz zu entfalten, warälter als die Apokalypse. Der Orient ist das Land des Lichtes und der Farben, dieNatur selbst erzeugt die Vorliebe für das Prächtige, Glänzende, die Natur, die sichin der feuerfarbenen Frucht, womit sie den Baum, den glühenden Farben, womitsie die gefiederten Bewohner des Waldes schmückt, verherrlicht 4 ). Was Salomon

1) Et quin admirabili opere ex musivo quodam modo deaurata resplendet, sanctos aureos ip-sam basilicam incolae vocitare voluerunt. Gregor. Turon. de gloria niart. 1, 62.

2) Der Beweis der Unäehtheit ist noch nicht geführt; Gesner schreibt die Schrift einem jungem Lucianzu, der unter Julian lebte. Der ältere Lucian starb in hohem Alter, unter Commodus 180193.

3) Philopatris 4, 23. xai d) <?u'jl9o/*ev rs 711'das xai yalxiovs ovdou'f, r'yaßdüQag de

71 As (öl Ctg 7lSQIXVX/.lUCn/UfVOt (g '/OV a&V OCfOV OLXOf ttl/lj/.&OfitV. X. T. 1.

4) In einer der Vedahymnen wird Indra selbst um Verleihung irdischer Schätze angerufen.0 Indra!