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links und rechts stehen je sechs Lämmer, welche zu dem Einen Lamme hingehen.Von der Erhöhung, dem Throne auf dem das Lamm steht, gehen vier Flüsse aus,die vier Flüsse des Paradieses. Die Deutung v. 17. Kap. 7. „Das Lamm vordemThrone wird sie weiden und zu lebendigen Wasserquellen hinführen, und Gottwird alle Thränen von ihren Augen trocknen". Zwölf Lämmer, wegen derzwölf Apostel.
Bedeutsam sind die beiden Gebäude oder Thore an beiden Seiten , wo diezwölf Lämmer ausgehen. Die Kunst der Alten, immer auf die Hauptsache ge-richtet, ihre Mittel nicht zersplitternd, nicht an Nebensachen verschwendend, ord-nete das Unbedeutende stets unter; ihr genügte eine einfache Hindeutung, um derPhantasie des Beschauers es zu überlassen, sich das zu bilden, was sie nicht bil-den wollte. Dem antiken Maler genügte es, eine Thüre darzustellen, dem Be-schauer es anheimgebend, sich das Zimmer dazu zu denken; ein Haus, ein Thor zumahlen, um den Beschauer zu veranlassen, sich die Stadl vorzustellen wozu dasThor hinführt. Das Stadtthor links vom Bilde aus gesehen, bedeutet Bethlehem, dasandere, Jerusalem. Wir können dieses um so zuverlässiger aussprechen, da aufandern entprechenden Bildern die Namen hinzugeschrieben sind. Von Bethle-hem 1 ) über das irdische Jerusalem, führt der Weg, hinauf durch Kampf und Sieg,hinauf zu dem neuen, dem himmlischen Jerusalem!
Wir haben bereits angedeutet, dass Alles, was die Natur Schönes, Glänzendes,Kostbares besitzt, zum Aufbau des himmlischen Jerusalem verwendet worden. Auchden reichsten Kirchen wäre es nicht möglich gewesen, den Glanz und die Prachtder Stadt Gottes, wie sie in der geheimen Offenbarung beschrieben wird, nurannährend wieder zu geben. Was hier zu leisten war, das konnte die Mosaik-arbeit, aus tausend und abermals tausend in der mannigfaltigsten Farbenprachtglänzenden Steinen zusammengefügt, am besten ausdrücken. Die Katakombenliefern die Beweise, dass die Christen sich frühzeitig musivischer Arbeiten be-dienten, und man kann ohne zu grosse Kühnheit behaupten, dass in den bedeu-tenden Kirchen, welche die Mittel dazu hatten, das Sanktuarium fast nur mit Mo-
1) Bethel, domus dei dicitur, per quam caelestis illn Jerusalem exprimitur, cuius atrium in praesentiecclesia per sanetam scripturam extenditur, in qua eins mysteria occultantur. Iriinbertus in libr. Iudic.,v. Pez aneedota, tom. IV. p. I. p. 159. Das irdische Jerusalem ein Schatten des himmlischen v. Augustin.in ps. 121. Oper. t. IV. p. 1385-