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aus den Zweigen des Oelbaumes z. B. geflochten waren. Die Krone sollte einZeichen, nicht Lohn der Tapferkeit, der Ehre sein; sie sollte durch ihren Werthden Glanz des Ruhnies nicht verdunkeln, den Geiz nicht herausfordern! So wares auch in einem benachbarten Lande, nach dem Zeugnisse der ältesten fränkischenAnnalen.
Mit der Militia Christi gingen auch die Ehren- und die Siegeszeichen in dasChristenthum über. Jeder Christ der den Kampf mit den Mächten der Finsterniss,mit dem Bösen glücklich besteht, ist Sieger; ihm wird Palme und Krone, dasZeichen seines glorreichen Kampfes zuerkannt 1 )! Der Palmzweig hat das Eigen-thümliche nach der Angabe des Plutarch, dass er sich nicht nach unten hinsenkt, wenn eine Last auf denselben gelegt wird, er leistet Widerstand indemer sich nach oben hin beugt, um sich nicht von der Last überwinden zu lassen.Die Palme ist ihm dass Sinnbild des Wettkämpfers, der sich vor der anstürmen-den Kraft nicht beugt, sondern nur um so muthiger und entschlossener entgegen-geht , der das thut, was Virgil zu thun ermahnt in dem, mehrfacher glücklicherDeutung fähigen Verse: Tu ne cede malis, sed contra audenlior ito 2 )!
Jeder Christ welcher den Kampf mit dem Bösen glücklich besteht, ist Sieger;er erhält das Zeichen des Sieges, den Palmzweig. Vor allen aber gebührt die-ses Siegeszeichen denen die in diesem Kampfe ihr Blut und Leben geopfert haben,den Märtyrern. Sie sind es vorzugsweise die mit diesen Zeichen der Un-sterblichkeit erscheinen und später wird es fast ausschliessliches Attribut der-selben.
Mit Palmzweigen erscheinen, wie auf unserm Bilde dargestellt ist, die Mär-tyrer vor dem Throne Gottes. „Und ich sah eine grosse Schaar, die Niemandzählen konnte, aus allen Nationen und Geschlechtern, Völkern und Sprachen,sie standen in weissen Kleidern und mit Palmen in ihren Händen vor dem ThroneGottes und vor dem Lamme " 7, 9. Das himmlische Jerusalem erhebt sich überalle Spaltungen und Scheidungen durch welche die Menschheit der allen Weltin sich getrennt ward, es wirft die Schranken der alten Welt nieder, wo dieVölker sich mit unversöhnlichem Ilasse verfolgten, wo man den Menschen nurin dem Bürger, nur in dem Volke anerkannte dem man selbst angehörte, wo man
1) II. Timoth. 4, 8. 1 Petri 5, 4. Jakob. 1, 12.
2) Aen. 6, 95.