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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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Fig. 14 ad Beispiele desselben Castells vorführen. ImGrossen und Ganzen genommen, zeigen die Limestöpfe dieKeramik der Zeit vom Anfange des 2. bis zur Mitte des 3. Jahr-hunderts und es giebt sich unter den letzten Limestöpfen be-reits der Anfang jenes Umschwunges zu der Kunstweise zuerkennen, welche die spätrömische Keramik in so konsequenterWeise zur Schau trägt. Die letzte Anlage und längere Be-nutzung des rheinischen Teiles der Limescastelle kann nachdieser Beobachtung nicht vor Trajan erfolgt sein und dieAufgabe dieser Strecke wird wohl vor Constantin d. Grossen,am wahrscheinlichsten unter Gallienus erfolgt sein.

Gegenüber dieser durch grosse Scherbenmassen begrün-deten Beobachtung ist das vereinzelte Vorkommen von Schräg -wandtöpfen der Art wie Taf. X, Fig. 8 mit kleinen Quadratenwie Taf. X, Fig. 8 a, in Gräbern von Wiesbaden, Saalburg,Heddernheim und Praunheim (vgl. Hettner a. a. 0. S. 172)bedenklich. Dass solche Exemplare in jüngsten Typen ver-einzelt noch mit Münze von Hadrian vorkommen sollen, er-scheint wohl möglich, aber immerhin etwas befremdend gegen-über der grossen Anzahl von Gefässfunden dieser Zeit, welcheein ganz anderes Gepräge zeigen. Vielleicht haben wir nuran Erbstücke früherer Zeit zu denken, falls nicht (was historisch,nach Münzfunden und nach einigen anderen vereinzelten rechts-rheinischen Gräberfunden, wie z. B. denjenigen von Horcliheimund Merheim, zu denen tliatsächlich Gefässe der ersten Kaiser-zeit gehören, am wahrscheinlichsten erscheint) frührömischeAnsiedlungen oder Schutzanlagen den späteren vorausge-gangen sind.