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bald aus Eisen hergestellt. Manchmal haben sie Einlagen vonEmail, das, wie die Werkstätte von Bibracte (Mont Beuvray)bei Antun bezeugt, auch von gallischen Arbeitern hergestelltwurde. Wie anderwärts, so erscheinen auch unter den rheini-schen La Tene-Funden Hals- und Armringe mit nach denEnden zu wachsenden petschaftartigen Knöpfen. Auch diesesind häufig mit unverstandener Ornamentation, besonders gernemit Menschenköpfen und Schnecken- und tischblascnartigen Bil-dungen verziert. Häutig treten auch die Doppelvoluten auf.Manche der Armringe sind ebenfalls mit dem sogenanntenFurchenschmelz, besonders mit sogenannter Blutemail versehen.Ausser dieser Art von Schmelzarbeit findet sich dieselbe inflachen Scheiben auf ihrer Unterlage festgenietet (a. a. 0.).Unter den Waffen ist das Eisenschwert von besonderer chrono-logischer Bedeutung. Dasselbe hat eine lange, dtinne Klingeund eine Scheide, die aus einer oder aus zwei Bronzeplattengebildet ist. Der Griff, dessen Angel dünn ist, hat oft einkleines geschweiftes Querstück (a. a. 0.). Mach den Aus-führungen Tischlers (a. a. 0.) findet sich dieses Schwertvon den Begräbnisplätzen der Champagne an bis nach Ungarn,im Norden von Dänemark bis nach Westpreussen (Bohlschau),selten in Italien und hier jedenfalls in gallischen Gräbern(Marcabotto). In demselben Verbreitungskreis findet sich nebendem Schwert ein langes Eisenmesser mit konvexer Schneideund etwas nach vorne gebogenem Griff. Wie alle diese Er-scheinungen der La Tene-Zeit am Mittelrheiu nicht fehlen,so auch nicht die für diese Periode so bezeichnenden zahl-reichen gallischen Münzen. „Diese Nachahmungen massalio-tischer oder macedonischer Münzen, welche die Gesichtszügedes Originals anfangs noch ziemlich treu wiedergeben," be-merkt Tischler (a. a. 0.), „werden allmählich immer bar-barischer und lösen sich die Gesichtszüge, besonders die Haarein ein System von Ornamenten auf." Mit diesem ausgesproche-nen Kulturfortschritte halten die Thongefässe, wie gleich nach-gewiesen wird, gleichen Schritt. Aber bei Allem bleibt zubeachten, dass diese geschilderte Kultur in dem rein germa-nischen Gebiete des Niederrheins vollständig zu fehlen scheint.