Druckschrift 
Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen
 

Ü

42

tCre Lappen erhält. Ol) ein Eisenstreifen von 0,17 m Länge,welcher sich vorfand, wirklich schon zum Grabinhalt gerechnetwerden darf, bleibt wohl noch unentschieden. Das kleineBronzemesser mit kurzem, gegossenen Griff, starkem, ausgebo-genen Rücken und fast gerader, unten ein wenig einziehenderSchneide kommt hier auch vor. Leider sind am Rhein bisherso wenige Thongefässe mit Sicherheit dieser Periode zuzu-schreiben, dass sich gar nicht zuverlässig sagen lässt, ob diesehier was wahrscheinlich ist ähnlich wie in Bayern, den-jenigen der vorigen Periode in Technik, Form und Ornamen-tation entsprechen, und nur etwas durchgebildeter sind. Ichverweise deshalb nur auf Tat'. IV, 11, wo eine Gefässformabgebildet ist, welche als eine besondere, für die jüngerenTypen der älteren Bronzezeit Bayerns charakteristische Formbetrachtet wird und auf die Taf. IV, 10 abgebildete Schalevon Brauweiler. Diese letztere ist durchaus glatt gearbeitet.Der Thon ist anscheinlich unvermischt und hat eine grau-schwarze Farbe, so wie die leichtgebaekenen germanischenUrnen. Aehuliche Formen haben sich bis in die römischeZeit hinein erhalten. Die abgebildete wurde von Prof. K1 e i nin einem Hügelgrabe zusammen mit einem dreieckigen Dolcheund einer kopflosen Metallnadel gefunden, die mit in Fisch-gräteform eingeritzten kurzen Strichen verziert ist.

c) Gefässe der 1. Periode jüngerer Bronzezeit.

In dieser Culturperiode, die unverkennbare Uebergängeaus der vorigen aufweist, nehmen bei den OberbayerischenGrabhügelfunden die Waffen eine hervorragende Stelle ein.Es sind Bronzeschwerter mit Griffzunge oder vollgegossenemGriff, Bronzelanzenspitzen, gekrümmte Bronzemesser mit Griff-zunge, aber ohne Griffdorn. Die Schwerter haben eine lange

.

gerade, sich nach unten verjüngende Klinge mit fast ovalemDurchschnitt, der sich nach den Schneiden zu etwas abflacht.Die kurze Griffzunge ist in der Mitte ausgebaucht und mitSeitenrändern versehen, die nach aussen liegen. Der obereKlingenabschluss ist beinahe halbrund aus Holz oder Knochen;er ist durch etwa 7 nicht allzu starke Nieten an dem oberen

' " ..