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erfolgten Tode des Kurbraunschw. Generallieutenants August Hein-rich v. Sprengel, nur noch dessen einziger Bruder.
Gauhe, I. S. 2388 u. 89. — Zedier, 39. S. 385. — Freih. v. Ledebur, II. S. 4GG.
Sprenger (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Gold zweischräglinke, rothe Balken und links in Blau auf grünem Boden einnach der rechten Seite aufspringender, goldener Hirsch mit acht-endigem Geweihe). Altes, ursprünglich österr. Adelsgeschlecht, wel-ches, der Religionsstreitigkeiten wegen, unter K. Ferdinand 11. ausOesterreich auswanderte und welches durch zwei Sprossen, welcheim 30jährigen Kriege in die Schwedische Armee traten, nach Schwe-disch-Pommern kam. Aach einer Familien-Ueberlieferung gehörtendie erwähnten zwei Sprossen zu der österreichischen Adelsfamiliev. Springer (Siebmacher. III. 76: die Springer, Oesterreichisch) ver-änderten aber den Kamen Springer in Sprenger, wobei nach Allemdas Wappen geändert worden ist. — Ein nach Bussland ausgewan-derter Zweig behielt übrigens den Kamen Springer bei und der Letztedieses Zweiges starb 1770 als k. russ. Generallieutenant zu Onisk inSibirien. ■— Aus Schwedisch-Pommern ist später die Familie nachPreussen gekommen und Glieder derselben traten in die k. preuss.Armee. Haupt der jetzt in Preussen reich begüterten Familie wurdein neuer Zeit: Heinrich Wilhelm v. Sprenger, k. preuss. Rittmeistera. D. und der Stammsitz ist Alalitsch bei Jauer. Zu den Besitzungender Familie gehören Lieben mit Frauenhoff und Liebenstein im Stem-berger Kreise der Keumark, Carzin im Stolper Kreise Pommerns, inSchlesien Malitsch, Triebelwitz, Jägerndorf und Heudorf im Kr. Jaaer,Conradswaldau im Kr. Schönau, Keudorff im Kr. Liegnitz, Grässig-grund im Kr. Goldberg-Haynau und im Posenschen die HerrschaftenDzialyn und Mielno mit Zubehör im Kr. Gnesen.
Handschriftl. Notiz. — N. Pr. A.-L. ; VI. S. 102 u. 3. — Freih. v. Ledebur, II. S. 466. — Schle-sisches W. B. I. 68. — KneschJcc, III. S. 406 u. 7.
Spreti, Grafen (in Gold ein silberner Dreiberg oder Felsen, aufdessen obersten Spitze ein bis beinahe an die Wurzel belaubter Fich-ten- oder Tannenbaum steht). In Kur-Bayern anerkannter Grafen-stand. Anerkennungsdiplom von 1711 für Franz Johann HieronymusSpreti, kurbayerischen Hauptmann. — Die Grafen v. Spreti gehörenzu einer alten, ursprünglich italienischen Familie, von welcher noch inneuester Zeit ein Zweig in Italien blühte. < Zu Kavcnna im Kirchen-staate gehörte das Geschlecht schon seit dem 10. Jahrb. zu dem ade-ligen Patriciate. — Franz Johann Hieronymus Spreti, geb. 1695, kam1703 als Edelknabe an den Hof des Kurfürsten Max Emanuel v.Bayern, begleitete die bayerischen Prinzen 1705 in die Gefangenschaftvon Klageinfurt, machte dann den türkischen Feldzug als Hauptmannmit, wurde 1715 Kammerherr, 1722 Oberst-Küchenmeister des Kur-prinzen Carl Albert, kaufte sich in Bayern an und starb 1772 alsGeh. Rath und General-Feldmarschall-Lieutenant. Derselbe vermähltesich zuerst 1723 mit Caroline v. Ingenheim, deren Mutter eine Toch-ter des Landgrafen Carl v. Hessen-Wanfried war, dann mit einerv. Beccaria, gest. 1749 und zuletzt 1759 mit Maria Antonia Freiin