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8 (1868) (Saackhen, Wailckhl v. Saackhen - Steinhauer zu Bulgarn)
Entstehung
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Das Geschlecht hatte jedenfalls früher einen anderen Namen, denn derjetzige bezeichnet ein Amt, welches zur Zeit der fränkischen Herr-schaft in Ehätien bei dem Volke in Hebung- war. Jede Thalschaftschickte nämlich ihre Abgeordneten zu dem in Haienfelde versam-melten und von einem lcönigl. Sendboten . präsidirten Gerichtshofe,welche die Sprächer „oratores" genannt wurden und daher schreibtsich auch das von einem Amtstitel zum Geschlechtsnamen gewordenePrädicat her. Um 1350 erscheint .Joos Sprecher am Strasberg imFondai-Thale als reicher Grundbesitzer. Derselbe war des ganzenStammes Ahnherr, da mit ihm die ununterbrochene Stammreihesämmtlicher zahlreich verzweigten Linien anfängt. Als Wappen führteer in einem rothen Schilde einen Pfeil und starb vor 1400. Durchseine vier Söhne: Johann, Martin, Heinrich und Josias, schied sichder Stamm in vier Hauptäste. Martin und Johann wurden 1443 mitder Burg Subvia zu Peist belehnt und Heinrich besass schon 1428die Burg Baerneck bei Caffraisa im vordem Gericht St. Peter imSchanfigg, welche bis jetzt der Familie verblieben ist. Die UrenkelHeinrichs: Florian und Andreas, Hessen sich zu Davos nieder. Flo-rian vermählte sich mit Maria, Tochter des Land-Ammanns Beeli v.Beifort zu Davos und Andreas um 1525 mit der Wittwe des B.ittersBudolph Juvalta, Barbara v. Planta. Florian war k. französ. Haupt-mann u. blieb mit anderen Tapfern als Oberst-Bichter 1554 auf demSchlachtfelde von Ilohensiena, Andreas aber wurde Podesta zu Mor-bena im Yeltlin, war dann viele Jahre Landes-Statthalter der Land-schaft Davos und des Zehn-Gerichtenbundes und starb 1586. Der-selbe hinterliess sechs Söhne, von welchen namentlich der dritte Sohn,Andreas (II.), und der sechste Sohn, Florian, mit ihren Nachkommenbesonders hervorzuheben sind. Ueber Beide, so wie über die Nach-kommenschaft derselben und über die weitere Geschichte der Familie -giebt ein trefflicher Aufsatz in dem geneal. Taschenb. der freiherrl.Häuser die genaueste Auskunft."— Die Sprossen des weit verzweigtenStammes haben im Dienste des Vaterlandes die ersten Aemter desStaates und der'Untefthanen-Lande mit Auszeichnung verwaltet undin Kriegsdiensten( entweder in der Heimath selbst, oder bei auswär-tigen Fürsten das Geschlecht rühmlichst vertreten, auch hat die Fa-milie mit den ersten und vorzüglichsten Geschlechtern Bündtens Al-lianzen geschlossen. — Von Davos verbreiteten sich die Sprecher v.Bernegg nach Luzein, Küblis und Grusch im Praettigau, nach derStadt Chur, nach Maienfeld, Jenins u. s. w., wo sie überall stattlicheHerrensitze erbauten und kauften. — Von der Linie Clus-Maienfeldfindet sich in dem geneal. Taschenb. d. freih. Häuser eine sehr genaueStammtafel. — Der Ahnherr der Linie Clus-Maienfeld, aus welcher dieFreiherren Sprecher v. Bernegg hervorgegangen sind, war Sixtus S.v. B., gest. 1629 — zweiter Sohn des Commissarius Andreas aus derEhe mit Dorothea Müller und Enkel des Florian S. v. B., s. oben —Hauptmann im Begimente des Obersten Ulysses v. Salis. Von ihmstammte Andreas S. v. B., gest. 1680, Erbauer des Hauses in derClus, von diesem Johann S. v. B., gest. 1741 und von Letzterem Jo-