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aus Delbrück, einem Städtchen im Paderbornischen, stieg in kur-bayerischen Diensten von unten herauf zum Generalmajor, trat 1639in kaiserliche Dienste, zog sich 1675, in Böhmen sehr reich begütert,auf seine Besitzungen zurück und starb daselbst im obengenanntenJahre im hohen Alter. Aus seiner ersten Ehe mit Anna Margarethav. Linsingen entspross nur eine Tochter, welche sich mit dem k. poln.Oberst-Stallmeister Gr. v. Colonna vermählte, aus der zweiten Eheaber mit Eleonore v. Eineck stammten, neben zwei Töchtern, zweiSöhne, die Grafen Franz Anton und Friedrich Leopold. Graf FranzAnton, Herr der Herrschaften Lissau, Grädlitz, Pless und Malschau,k. k. Geh. Rath und Statthalter in Böhmen, ist als Förderer derFrömmigkeit und Gelehrsamkeit u. namentlich auch durch die Buch-druckerei im Schlosse Lissau, auf welche zwei und fünfzig Tausendrheinische Gulden verwendet worden waren, hinreichend bekannt.Derselbe starb 1738 ohne männliche Aachkommen. Von seinenTöchtern vermählte sich Grf. Anna Catharina mit Franz Carl Sweerts,Reichsfreiherrn v. Reist, wodurch, in Folge von Adoption, die Grafenv. Sweerts-Sporck entstanden. — Graf Ferdinand Leopold, geb. 1664und gest. 1711, verm. mit Apollonia Grf. v. Wratislaw und Mitrowitz,setzte den Stamm der Grafen v. Sporck fort und Haupt der Familieist jetzt ein Nachkomme in 6. Generation: Graf Eduard, geb. 1828 —Sohn des 1850 verstorbenen Grafen Johann Joseph, Besitzers derGüter Krnskv mit Rzehnic und Katusic u. des Gutes Gross-Wschelisim Kr. Jung-Bunzlau in Böhmen, k. k. Oberlieutenants i. d. Armee,aus der Ehe mit Walburga Grf. Wieznik, geb. 1803 und verm. 1827— k. k. Rittmeister i. d. Armee, verm. 1857 mit Johanna v. Mader,aus welcher Ehe ein Sohn stammt: Joseph, geb. 1858. — Die Brüderdes Grafen Eduard sind, neben fünf Schwestern, die Grafen Rudolph,geb. 1839, k. k. Uhlanenoberlieutenant und Ferdinand, geb. 1848.
Sinapius, II. S. 225)—32. — Schonnat , S. 152. — Monument. Paderb. S. 52. — Gauhe, I. S.2383 — 85. — Zedier, 39. S. 301 — 68: nach einer handschriftlichen Genealogie des Geschlechts. —Jacobi, 1S00, II. S. 356. — Allgem. geneal. Handb. 1824. I. S. 831. — v. Schönfeld , I. S. 229.Stammtafel der Maria Wallpurga Grf. v. Sporck mit 10 Ahnen. — Deutsche Grafenh. d. Gegenwart,II. S. 493—95. — Freih. v. Ledebur, II S. 466 u. III. S. 340. — öteneal. Taschenb. d. griifl. Häuser,1804. S. 848, 1807 u. histor. Ilandb. zu Demselben, S. 939. — Siebmacher, IV. 12: Freih. v. S. —v. Meding, I. S. 569: Sporck. — Tyroff, II. 162: 11G. v. Spork.
Sprecher v. Bernegg, auch Freiherren (freiherrl. WappenSchild geviert: 1 und 4 in Blau zwei in Form eines Andreas-Kreuzesgestellte, goldene Pfeile, deren Spitzen nach oben gerichtet sind:Stammwappen und 2 u. 3 in Gold eine schwarze Bärentatze, mit gol-denen Klauen: Helmschmuck des Stammwappens). Reichs- und nie-derländischer Freiherrnstand. Reichsfreiherrndiplom von 1758 fürden General-Feldzeugmeister, Salonion Sprecher v. Bernegg zu Davosund niederländ. Freiherrndiplom vom 7. Juni 1818 für den Oberst-Inhaber des Schweizer Regiments, General-Major Jacob v. Sprecherund Bernegg aus der cluser Linie zu Halenfeld und für seine ehe-lichen Nachkommen. — Altadeliges, rhätisches Rittergeschlecht, seit1350 bekannt, welches sich früher Sprächer v. Bäreneck schrieb undnach alten Ueberlieferungen von einem Edlen Rhätiens, Ursicinus ausdem Schanfigg, abstammt, welcher urkundlich schon 766 vorkommt.