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später theils unter württembergischer, theils unter badischer Ober-hoheit stehende Fürstenthum Krautheim abtrat. Ausserdem besitztSalm-Krautheim die Herrschaft Erb und einige andere Güter. DerReichsfürstenstand kam 1804 an das Haus. — Der Ast Salm-Reifer-scheid brachte die Herrschaften Raitz, Jedownitz und Blansko in denösterreichischen Erhlanden an sich, und residirt zu Raitz bei Brünn undzu Wien. Den Reichsfürstenstand erlangte das Haus 1790. — DerAst Salm-Reiferscheid-Dyk hesass früher die freie Herrschaft Dyk, fürderen Verlust als Entschädigung eine Rente von 28,000 Gulden auf dieStadt Frankfurt angewiesen wurde, die diese jedoch bald abkaufte.Das Haus wurde 1816 in den preussischen Fürstenstand erhoben, be-sitzt ansehnliche Güter im Jiilichschen und Cleveschen, unq erhielt auchdas Schloss Dyk im Kreise Grevenbroich zurück. — Die Grafen v. Salm-Hoogstraeten (Hoogstraaten, Ilochstraten, die richtige Schreibart istaber ,,Hoogstraeten", gesprochen: Hoogstraaten) stammen aus demfürstlichen Hause Salm-Salm der Familie Ober-Salm, und zwar aus derHoogstraetenschen Linie von dem Fürsten Constantin Alexander Jo-seph. Derselbe, seit 1806 souverainer Fürst und Mitglied des Rhein-bundes, verlor 1810 die Souveränität, trat 1826 zur evangelischenKirche A. Conf. über und starb 1828. Aus seiner dritten Ehe mitCatharina Bender, geb. 1791, verm. 1810 und gest. 1831, stammtenfünf Brüder: Otto, Eduard, Rudolph, Alhrecht und Hermann, Grafenv. Salm-Hoogstraeten, die nach dem Tode des Vaters Namen, Stand undDiplom als Grafen v. Hoogstraeten erhielten, und zwar laut k. preuss.Cabinetsordre vom 30. Juli 1847, unter Genehmigung der Häupter derSalmischen Häuser, mit der Befugniss, das Wappen des SalmischenHauses mit der Grafenkrone zu führen. Der golden eingefasste Schildist geviert: 1 und 4 in Roth zwei silberne, auswärts gekrümmte Salmenebeneinander, begleitet von vier, 1, 2 und 1, silbernen Kreuzen:Ober-Salm, und 2 und 3 in damascirtem Roth in vier Reihen zehn,3,3,3 und 1 , oder, wie Freih. v. Ledebur angiebt, in drei Reihen,3 , 4 und 3, pfahlweise aneinander gereihte, silberne Rauten. Auf der,den Schild bedeckenden Grafenkrone stellt ein mit einer neunperligenKrone besetzter Helm, auf welchem zwei silberne, niederwärts gekehrteSalme stehen: Ober-Salmischer Helmschmuck. — Geschichtliche undgenealogische Nachweise über das gesammte Haus Salm finden sich inden Gothaischen Hofkalendern, in dem Werke: Deutsche Grafenhäu-ser der Gegenwart und in den unten angeführten Schriften. In Bezugauf den neueren und neuesten Personalbestand des an Sprossen sehrreichen Stammes, ist namentlich auf die Gothaischen genealogischenTaschenbücher zu verweisen.
Nicol. Reusneri Auathemata, s. arae sepulchrales fainiliae Salmensis, Strasburg. 1586. —Bucelini Stemmat. I. S. 236. — Durchlaucht. Welt, Ausgabe von 1710, II. S. 742-55: Gr. zuSalm und Reifferscheid. — Hübner, I. Tab. 251 und II. Tab. 450—54. — Zedier, 33. S. 976bis 988. — Jacobi, 1800, I. S. 394—398 und 506—508 und II. S. 118—20. — Megerle v. Mühl-feld, S. 8 und Erg.-Bd. S. 5. — Masch, S. 145—49. — v. Schönfeld, I. S. 32 — 34. — Allgem.geneal. und statist. Handbuch, 1824, I. S. 753—56. — Geneal.-histor.-statist. Almanach, Wei-mar, 1832, S. 376—84. — N. Pr. A.-L. Y. S. 388-96. — Deutsche Grafenh. d. Gegenw. II.S. 332—40: Gr. v. Salm-IIoogstraeten und Gr. v. Salm-Reifferscheidt. — Freih. v. Ledebur,n. S. 336. — Goth. Hofoalender, 1836, S. 202, 1848, S. 198 , 1862, S. 197-203 und 1866. —Siebmacher , I. 15: Salm, Gr. und 17: Salm, Gr. — Tyroff, II. 49: R.-Gr. v. Salm-Neuburg.— Suppl. zu Siebm. W.-B. YI. 20: Gr. zu Salm.