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Salm, Salm-Salm, Salm Kyrburg und Salm Horstmar, Fürsten,und Salm-Reiffers eh eidt und Salm-Hoogstraeten, Grafen (Staram-wappen: in Roth zwei silberne, auswärts gekrümmte Salme neben ein-ander, begleitet von vier, 1, 2 und 1, silbernen Kreuzen: Ober-Salm,und in Roth zwei silberne, auswärts gekrümmte Salme neben einander:Nieder-Salm). — Den Namen Salm führten in sehr früher Zeit zweiGrafschaften: die geforstete obere Grafschaft Salm im'Westerreiche,welche zu dem oberrheinischen Kreise gehörte, und die niedere Graf-schaft Salm im Luxemburgischen, welche zum burgundischen Kreisegezählt wurde, Reide Grafschaften standen vormals einer Familie,der der alten Grafen zu Salm, zu. Die beiden Söhne des 1040 ge-storbenen Tbeodoricus Grafen zu Salm : Heinrich, gest. 1049, und Carl,gest. 1050, theilten die Familie in zwei Stämme: Salm in Ober-Salm(Lothringen) und Salm in Nieder-Salm (Luxemburg). ■— Das so weitausgebreitete jetzige Haus Salm stammt in männlicher Linie von denWild- und Rheingrafen, eigentlich Raugrafen, ab, welche an der Naheund auf dem Hundsrück angesessen waren und ihren Stammbaum bisauf den Grafen Otto v. Wittelsbach zurückleiteten, In alter Zeit mach-ten die Wild- und Rheingrafen zwei besondere Häuser aus, die sichaber im 15. Jahrh. durch Vermählung vereinigten. Johann V., Wild-und Rheingraf, erhielt durch seine Gemahlin, Johannette, eine Erb-tochter, die in Lothringen gelegene Grafschaft Ober-Salm. Die Sühnedesselben, Philipp und Johann VII., theilten die Erbschaft: Erstererstiftete die Dhaunische, Letzterer die Kyrburgische, 1788 erloscheneLinie, Die Dhaunische Hauptlinie schied sich später in drei Zweige,in den Zweig zu Ncufville, welcher die obere Grafschaft Salm besass,und in den beiden Aesten Salm-Salm und Salm-Kyrburg fortblühte, inden Grumbachsclien Zwrig, welcher sich in Salm-IIorstmar erhielt, undden Dhaunschen Zweig, welcher 1750 erlosch und in dessen Güter sichdie beiden älteren Linien theilten. Somit sind aus dem Stamme derWild- und Rheingrafen noch jetzt sämmtliche drei fürstliche Häuser:Salm-Salm, Salm-Kyrburg, Salm-Horstmar, übrig. Der Zweig Salm-Salm wurde von Wilhelm Florentin aus der Neufviller Hauptlinie ge-stiftet. Derselbe erbte 1738 die reichsfürstliche Würde, die einer sei-ner Vorfahren aus dem Aste Ncufville 1654 mit Sitz und Stimme imReichsfürstenrathe erlangt hatte, und erhielt durch Vermählung auchdas llerzogthuin Iloogstraaten in den Niederlanden. Für den Verlustseines Antheils an dem Fürstenthume Salm, an der Wild- und Rhein-grafschaft und für die lotliringenschen Güter entschädigte ihn derReichs-deputätionsrccess durch zwei Drittel der münsterschen Aemter Bocholtund Ahaus, den Rest dieser Aemter erhielt die Linie Salm-Kyrburg,welche jedoch denselben 1825 an das Haus Salm-Salm gegen eine be-stimmte Rente abtrat. Das jetzige Fürstenthum Bocholt-Ah aus bringtdem Hause, das ausserdem das Herzogthum Iloogstraaten, die Aftcr-grafschaft Alost in Flandern und die Herrschaft Loon op Zand in Bia-bant besitzt, sehr bedeutende Einkünfte ein. Die Grafschaft Bocholtund die Herrschaft Anholt machten sonst ein unmittelbares Fürsten-thum aus, welches unter den Souverainen des Rheinbundes Platz