der Linie Salis-Marschlins). — Reichsfreiherrn- und erbländ.-österr.Freiherrnstand und Reiclisgrafen- und französischer Grafenstand. Rcichs-grafendiplom vom 26. Aug. 1694 für Johann v. Salis -Ziezers, dritteroder rudolphischer Seitenlinie, Landeshauptmann von Valentina undvom 12. Mai 1748 für Peter und Hieronymus, Vater und Sohn, vierteroder baptistischer Seitenlinie und französisches Grafendiplom vom1. Febr. 1776 für Johann Gaudenz, Seewiser Linie, nach dem Rechteder Erstgeburt.. Reiclisfreiherrndiplome vom 12. Mai 1532 für Ru-dolph und Abundi v. Salis a. d. H. Marschlins; vom 20. Jan. 1588 fürDietegen (II.) v. S. a. d. II. Gtinsch; von 1639 für Johann v. S. a. d.U.Zizers und vom 14. Aug. 1748 für Thomas v. Salis, Herrn zu Ilalden-stein, Lichtenstein und Grottenstein und Bestätigungsdiplom von 1766;erbländ.-österr. Freiherrndiplom von 1779 für Paul v. Salis, k. k. Majorim Modenesischen Regimente; preussische Anerkennung des Freilierrn-standes durch Rescript vom 4. Mai 1827 zu Gunsten des Barons Jo-hann Anton v. Salis-Soglio und seiner Familie und zwar auf Grund derschon von Oesterreich früher ertheilten Anerkennung als Freiherrenund niederländisches Freiherrndiplom vom 14. Juni 1822 für Carl v. S.-Mayenfeld, niederländischen Oberstlieutenant a. D.. nach dem Rechteder Erstgehurt und mit der Bewilligung im Königreich der Niederlandeund in Graubündten dem Familiennamen: Salis-Mayenfeld den NamenSoglio zuzusetzen. — Altes, rhätisches, weit verzweigtes, an verdienst-vollen Sprossen stets reiches, durch grossen Grundbesitz, namentlichvor der 1798 erfolgten Umgestaltung der Schweiz, mächtiges Geschlechtin Graubündten, aus welchem jetzt drei gräfliche Linien: Salis-Zizers,S.-Soglio und S.-Seewis und die sieben freiherrlichen Linien Salis-Sa-maden in Oesterreich, S.-Marschlins, S.-Haldenstein, S.-Soglio-Mayen-feld in Holland, S.-Soglio (mit den Häusern Casa Baptista in Chur,Casa Baptista, rothes Haus in Chur, Casa di Mezzo ab Soglio in Chur,mittleres Haus von Soglio in Chur, Casa Antonia, Casa Tagstein),S.-Seewis und S.-Grüsch blühen. — Als Stammhaus wird das schonlange in Trümmern liegende Castell von Soglio im bündtischen Gottes-hausbunde genannt. Rudolph und Andreas waren 913 Herren zu Soglio;eine andere Linie war damals in Brescia angesehen und später, 1092,kaufte Andreas S. die julischen Alpen und Thäler. Ein anderer An-dreas war um 1190 Hauptmann des K. Friedrichs I. in Syrien und mitden Urenkeln desselben, Johann und Gilbert — den Söhnen Rudolphs,um 1259 Podesta vom Bergeithale—, entstanden zwei Hauptstämme desGeschlechts, der gubert'sche und der marschlins'sche Stamm. Aus demGubertsclien Stamme gingen durch drei Söhne des Ritters Hubert (Gu-bert) des Grossen, welcher 1487 sich auf der Maiser Heide als Heldauszeichnete, aus der Ehe mit Ursula v. Norta, drei Söhne hervor:Rudolph der Lange, Andreas und Diethger der Grosse, welche dreigleichnamige Hauptstämme des Geschlechts stifteten, aus welchen späternoch mehrere Aeste und Zweige entstanden. Rudolph der Lange,Stifter der älteren, später erloschenen Grüscher- und der noch blühen-den freiherrlichen Linie zu Marschlins, herz, mailänd. Rath und Gou-verneur von Pavia, fiel, die Graubündtner commandirend, 1515 vor
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