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8 (1868) (Saackhen, Wailckhl v. Saackhen - Steinhauer zu Bulgarn)
Entstehung
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Sack, Sack v. Bohaniowitz, auch Freiherren und Grafen

(Stammwappen: in Roth vier silberne Säcke, welche in der Mitte desSchildes mit den Spitzen so zusammengestellt sind, dass sie die Formeines Andreaskreuzes haben). Alter, böhmischer Herren- und böh-mischer Freiherrn- und Grafenstand. Diplom des alten, böhmischenHerrenstandes 29. Juni 1648 für Siegismund Leopold v. Sack, unterdem Zusätze: v. Bohuniowitz; böhmisches Grafendiplom vom 14. Oct.1721 für Leopold Anton Freih. v. Sack, Kreishauptmann zu Olmütz,und böhmisches Freiherrndiplom von 1724 für die Gebrüder Johann,Oswald, Georg Heinrich und Christoph Siegmund v. Sack. Altes,früher in Schlesien, in der Mark Brandenburg, in Sachsen, Ostpreussen,Curland u. s. w. blühendes und begütertes Geschlechtf nicht zu ver-wechseln, wie früher wiederholt geschehen, mit der ebenfalls mark-brandenburgischen im Nachstehenden abgehandelten Familie dieses Na-mens, die ein ganz anderes Wappen, s. unten, führt. Der Grund-besitz der hier in Rede stehenden Familie v. Sack wurde im Laufe derZeit, namentlich in Schlesien, sehr bedeutend. Der Stamm schied sichin Schlesien in die Häuser Raschütz im Steinau'schen und Graben imGubrau'schen, mit den Linien zu Rebel, Bartsch, Cölln, Irrsingen, Ibs-dorf, Strehlitz, Pirschen, Drogelwitz, Kattschütz und Dromsdorf.Nächst diesen Stammgütern besass die Familie noch mehrere alte Be-sitzungen, und zwar namentlich in Schlesien: Reinberg, Gollgowitz,Biegnitz, KleinSchwein, Weidisch, Willschau, Röversdorf, Saltschütz,Norrigawe. Lübchen und Korangehvitz. In der Mark Brandenburgerwarb die Familie die Güter Muschten, Heinersdorf, Radewitsch u. s. w.;in Sachsen: Beuchlitz, Delitz und Schlettau im Merseburgischen, undDohnau und Gross-Janowitz unweit Leipzig, und in Ostpreussen Eicli-holtz, Gottswalde, Schwansfeld u. s. w. Das unweit Hain gelegeneGut Sack oder Sacka wurde wohl von dem Geschlecht erbaut. Wasältere Sprossen des Stammes anlangt, so war Arnold Sack nach An-fange des 13. Jahrb. Kriegsoberst des Markgrafen Albrecht zu Bran-denburg; Ulrich Sack, Ritter, zählte 1442 zu den Vögten zu Coburg,und Caspar Sack begleitete 1474 den Herzog Albrecht zu Sachsen, sowie Hans Sack, ein Voigtländischer von Adel, 1493 den KurfürstenFriedrich den Weisen zu Sachsen auf der Reise in das gelobte Land.1528 beschwor die Familie auf Veranlassung des Clemens v. Sack zuRaschütz, des Gregor v. S. zu Pirschen und des Ernst v. S. zu Krei-delwitz vor der zu Liegnitz gehaltenen Ritterbank, bei welcher derHerzog zu Liegnitz in Person zugegen war, das altangeborene Wappendes Geschlechts. Später, 1598, wohnte Siegmund S. der Leichen-procession des Kurfürsten Johann Georg zu Brandenburg bei. Hein-rich v. S. kommt als des Herzogs Johann Christian zu Liegnitz undBrieg Regierungsrath vor, und Ernst Heinrich v. S. war zu Anfangedes 18, Jahrb. Landhofrichter der Standesherrschaft Militsch. Vonden schlesisehen Linien hat übrigens Sinapius mehrere Sprossen desStammes vom 14. bis zu dem 18. Jahrb. angegeben. Im Letzterenwurde der früher so gliederreiche Stamm an Sprossen ärmer, von denGütern kamen mehrere in fremde Hand, und 1784 sass die Familie in