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(in Roth drei, 2 und 1, silberne Rosen mit goldenen Eutzen), ging inder Mitte des 16. Jahrb. aus und war wohl eines Stammes mit derschlesischen Familie v. Rüdigersdorf. Als 1541 das Kloster Seuselitzan der Elbe im Meissenschen einging, befanden sich Yeronica und Bri-gitta v. Rüdigsdorf unter den Klosterjungfrauen , welche jährlichen Ge-halt bekamen.
Knautli , S. 561. — Sinapius, IT. S. 939. — Gauhe, I. S. 1974 und 75 und II. S. 993. —Zedier, 32. S. 1742. — Siebmac/ier, I. 158: v. IUuligersdorf, Moissnisch.
Ruedorffer, Edle, Adelsstand des Kgr. Bayern. Diplom vom5. Juni 1808 für Franz Xaver Ruedorffer, mit: Edler v. — Der Em-pfänger des Diploms, geb. 1773, stammte aus einer münchner Kauf-mannsfamilie.
v. Lang, S. 511. — W.-B. des Kgr. Bayern, YIII. 25.
Ruedt, Riidt v. Gollenberg, Freiherren (in Roth der rechts ge-kehrte Kopf und Hals eines weissen Rüden, oder Hundes, mit schwarzeisernem , mit Stacheln und Spitzen besetzten Halsbande). Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom vom 13. Novbr 1589 für WilhelmRuedt v. Gollenberg, erzfürstl. Hauptmann zu Judenburg in Steier-mark , so wie für die Brüder desselben, Georg und Alexander», undfür die Vettern, Stephan und Wolf die Ruedt). — Altes, zu den rhei-nischen und fränkischen Cantonen der ehemaligen unmittelbaren Reichs-ritterschaft gehörendes Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz , BurgundSchloss Gollenberg , am Main im bayerischen Landgerichte Klingenbergliegt. — Die Ruedt hatten ihr Erbbegräbniss in dem unweit Gollenberggelegenen Benedictinerkloster Amorbach und ihre frühsten Ahnherrenzerfielen schon im 12. und 13. Jahrhunderte in die Ruedt v. Ruedenauund in die Ruedt v. Gollenberg. Eberhard Ruedt erhielt 1194 denHof Mettenheim von dem Kloster Weisseuburg zu Lehen, und Richol-dus der Ruedt tritt als Zeuge 1168 urkundlich in einem, dem StifteWürzburg verliehenen kaiserl. Privilegium auf. — Die sicher erwiesenefortlaufende Stammreihe beginnt Weiprecht Ruedt, welcher 1268 ineiner amorbachschen Urkunde vorkommt. Weiprecht (Wipertus) Ruedt,der sich erst von Rüdenau, dann aber von Gollenberg nannte, ver-tauschte 1285 sein Gut zu Wekbach an das Stift Amorbach gegendas Gut Bödingheim, wo er 1296 eine Burg baute, von welcher nochUeberreste zu sehen sind. 1310 theilte Weiprecht seine Güter unterseine vier Söhne, von denen Eberhardt und Weiprecht II. die böding-heimer, Conrad aber und Heinrich die collenberger Linie stifteten,welche letztere 1635 mit Johann Ruedt wieder ausging. Ein Nach-komme Heinrich's, Wilhelm, kurmainz. Kämmerer, war der Gründereiner steiermärkischen Linie, aus welcher sein gleichnamiger Enkel,wie angegeben, 1589 vom Erzherzoge Carl von Oesterreich den Frei-herrnstand erlangte. Diese steiermärkische Linie erlosch später, 1752,im Mannsstamme. Thomas Ruedt, ebenfalls aus der collenberger Linie,verm. mit Anna v. Hagen, gründete durch seinen Sohn, Veit, welchersich mit Barbara v. Schwangau, der Letzten ihres Geschlechts, ver-mählte und durch Diplom vom 5. April 1675 derselben Wappen undTitel geerbt hatte, eine bayerische, ebenfalls wieder ausgestorbene