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im Heere Friedrich's II.: drei fielen in Schlachten, der vierte, ErnstWilhelm Friedrich . stieg von Ehrenstufe zu Ehrenstufe, wurde General-lieutenant und später Gouverneur von Preussen. Nach dem TilsiterFrieden zog er sich auf seine Güter zurück, wo er 1823 starb, ohneaus seiner Ehe mit einer Tochter des Präsidenten v. Ernsthausen Kin-der zu hinterlassen. Seine Güter erbte sein Neffe und AdoptivsohnJacob Friedrich v. Kleist (später k. preuss. Generallieutenant undHerr auf Bohlschau in Westpreussen), welcher, s. Bd. Y. S. 125 imArtikel: Kleist, die Erlaubniss erhielt, sich Büchel v. Kleist oder Kleist-Büchel zu nennen und zu schreiben, und mit dem angestammten Wap-pen das Riichelsche zu verbinden.
lirüggo.mann , I. 11. ITptst. — Pantheon des Preuss. Heeres, I. S. 244—50. — N. Pr. A.-A.IV. S. 137. — Freih. v. Ledebur , IT. S. 321. — Pommerlisch. AY.-B. 1Y. 35.
Rücker (Wappen nach dem Adels-Erneuerungsdiplome von 1689:Schild geviert: 1 und 4 in Blau drei, 2 und 1 , sechsspitpitzige, gol-dene Sterne, und 2 und 3 in Gold drei schräglinke blaue Balken).Reichsadclsstand. Diplom vom 24. Juli 1545 für die Gebrüder Nicla-sen Rücker, Lehrer beider Rechte, und Andrcssen Rücker, des Kur-fürsten Albrecht, Cardinais und Erzbischofs in Mainz oberster Secre-tair, wegen der Dienste, welche Andressen R. bei der Wahl und Krö-nung Carl's Y. zum römischen Könige und auf mehreren Reichstagengeleistet, und zwar mit folgendem Wappen : Schild quer getheilt: obenvon Blau und Gold viermal schräglinks- abgetheilt und unten in Blauein, die Hörner abwärts kehrender, halber Mond und unter demselbenein goldener Stern. Der Adelsbrief von 1545 ging in den Unruhender späteren Zeit verloren, doch besitzt die Familie eine beglaubigteAbschrift. — Der nächste Ahnherr des Geschlechts, Daniel v. Rücker,regierender Bürgermeister zu Rotenburg a. d. Tauber, erbat sich beieinem Aufenthalte zu Augsburg von dem dort anwesenden K. Leo-pold I. eine abermalige Ausfertigung des früheren Adelsbriefes unterBezugnahme auf den Adelsbrief von 1545 , und erhielt denselben auch28. Septbr. 1689, und zwar zugleich mit einem veränderten und ver-besserten Wappen, s. oben. Daniel v. R. wurde zugleich zum kaiserl.Rath erhoben und der Adelsbrief auch auf den Bruder desselben,Michael R., Superintendenten zu Windsheim, ausgedehnt, von welchendie jetzigen Familienglieder abstammen. — Als die FürstentümerAnsbach und Bayreuth an die Krone Bayern fielen, wurde an den dortlebenden Adeligen der Antrag gestellt, dass sie sich in die Adels-matrikel des Kgr. Bayern eintragen lassen möchten. Die Mehrzahlderselben mussten dieser Weisung nachkommen, da sie sich im Besitzevon Lehengütern, oder Gütern mit Gerichtsbarkeit befanden und der-selben, ohne Eintrag in die Adelsmatrikel, verlustig gegangen wären.Der Vater der unten genannten Geschwister v. Rücker — der einzigedamals noch lebende Nachkomme des Michael v. Rücker — konntezur Eintragung in die Adelsmatrikel sich nicht entschliessen und ver-zichtete lieber auf Ausübung seiner Adelsrechte. Derselbe starb 1828,doch erst 1854 bat der älteste seiner zahlreichen Söhne, Dr. FriedrichWilhelm Samuel v. Rücker, könlgl. Professor an der Universität Er-