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Wolff Dietrich v. R., welcher als Erzbiscliof zu Salzburg, s. oben,den Grafenstand in die Familie brachte, sehr seltsam regierte,deshalb in Gefangenschaft kam und nach fünfjähriger Ilaft auf demSchlosse Hohensalzburg 1617 starb, nachdem der erzbischöfl. Stuhlanderweit besetzt worden war, und Jacob Hannibal, mit dessen Nach-kommen 1671 das Geschlecht ausstarb.
Gauhe , I. S. 1776: nach Buoelini Stemmat. P. III. und Metzgeri Histor.'Salisb. — Zedier,30. S. 711.
Raitli v. Sternfeld. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1732 für Anton Raith, oberösterreichischen Hofkammerrath, mit:v. Sternfeld.
Megerle v. Mühlfeld r , Erg.-Bd. S. 415.
Raitli auf Weng. Adelsstand des Kgr. Baiern. Diplom vom2. Octbr. 1816 für Siegmund Raith, Besitzer der Ritterlelien-HofmarkWeng im Landgerichte Landshut.
v. Lang, Supplem. S. 135. — W.-B. d. Kgr. Bayern, VH. 95.
Raitz v. Frenz (Frentz, Frens, Vrentze), Freiherren (Schildgeviert mit von Roth und Blau quergetheiltem Mittelschilde, in wel-chem ein doppeltgeschwänzter und gekrönter, silberner Löwe nachrechts springt. 1 und 4 mit einem glatten, goldenen Kreuze über-zogen (Stammwappen) und 2 und 3 in Silber ein schwarzer Quer-balken, belegt mit drei goldenen, rechtsgewendeten Amseln [Schlen-derhan]). Reichsfreiherrnstand. Diplom vom 15. Juli 1650 für Wi-nand Hieronymus Raitz v. Frenz zu Schlenderhan und Kleinbruch, undfür den Bruder desselben, Arnold R. v. F., Capitular zu Speier undLüttich, unter Vereinigung des Stammwappens mit dem angeerbten Wap-pen der v. Schlenderhan. — Altes, stiftsfähiges, vorzüglich in den Her-zogthümern Jülich und Berg sessliaftes, zu den ehemaligen reichsritter-schaftlichen Cantonen am Rhein gehöriges Adelsgeschlecht, nicht zuverwechseln mit einem gleichnamigen, alten, jülichschen Adelsge-schlechte: Frentz, Frentz v. Gey. — Dasselbe soll mit den Römernin die Gegend der nachherigen Reichsstadt Cöln gekommen sein undgehörte schon im 11. und 12. Jahrh. zu den vornehmsten 15 Patri-ciergeschlechtern von Cöln, wo es bis zur Vertreibung dieser Geschlech-ter im Jahre 1350 die ersten Stadtämter und Würden bekleidete. Hen-ricus de Raitz, civis Colonieusis, war 1169 Zeuge zweier Urkunden desErzbischofs Philipp zu Cöln. Später, um 1300, erwarben die Raitzzu Cöln das unfern davon gelegene Gut Frentz, von welchem sie un-unterbrochen das gleichnamige Prädicat geführt haben. Die ordent-liche Stammreihe der heutigen Freiherren Raitz v. Frentz beginnt mitRüttger R. und seiner Gemahlin Irmgard. Derselbe führte im Siegeldas goldene Kreuz in Schwarz. Seine beiden Enkel, Rüttger und Win-rich, theilten 1432 die Güter und gründeten die Hauptlinien zu Frentzund Schlenderhan. Dietrich R. aus der Linie zu Frentz hatte zurHausfrau Anna v. Kendenich, die, als Erbtochter ihres Hauses, Güter,Titel und Wappen auf ihre Söhne vererbte, deren weitere Nachkom-menschaft im fünften Gliede mit den zwei Söhnen des Franz Carl R.v. F.: Franz Arnold und Franz Carl erlosch. Ersterer war Domcapi-