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7 (1867) (Ossa - Ryssel)
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worden ist. Die eine Familie schrieb sich: v. Radecke, und sass be-reits 1747 zu Gamsau und Spitzings im Kr. Königsberg, und noch1811 zuBündtken, Hechtwinkel und Venedien, sämmtlick im KreiseMohrungen. Zu dieser Familie gehörte Wilhelm v. Radecke, k. preuss.Major a.D., früher im 1. Dragonerregimente, welcher 1837 auf sei-nen Gütern Gerzehnen u. s. w., im Kr. Mohrungen, lebte. Die andereFamilie nannte sich Radkau, zumeist Radtke, auch Radeke, war schon1684 zu Seelack unweit Rastenburg gesessen, brachte mehrere andereGüter an sich und hatte noch 1754 Ebertswalde im Kr. Preussisch-Eylau inne.

Hübner, Histor. Polit. P. 8. Gaulie, I. S. 1770. Siebmaclier , IL 138 und V. 185und III. Iii: v. R. Schwäbisch.

Radecke, Radeck, Radetzki v. Radeck (in Roth ein quergelcg-ter, silberner Fisch mit einem Hirschhorne). Altes, schlesisches Adels-geschlecht, welches, nach Lucaeschlesischer Chronik, aus dem SchlosseRadeck im Oppelnschen stammen soll, doch nimmt diese AbstammungSinapius nicht an. Michael Radetzld v. Radeck auf Gilovnik kommt1572 als Hof- und Landrath des Herzogs Wenzel zu Teschen vor. NachAllem ist derselbe der v. Radeck, welcher später als oberster Land-richter von Teschen genannt und von dem angeführt wird, dass zweiseiner Söhne 1593 am bischöflichen Hofe zu Olmütz gelebt hätten. Der Stamm hat in Schlesien dauernd fortgeblüht. Johann Sigis-mund v. Radecke'starb 1809 als k. preuss. Oberst; Carl v. R. war1837 k. preuss. Major im Ingenieurcorps und Inspecteur der Festun-gen in der Provinz Sachsen, und noch 1857 war nach Rauer Carolineverw. Majorin v. Radecke zu Redden im Kreise Friedland gesessen.

Okolski, Tom. II. Sinapius, 1. S. 746. Gauhe, I. S. 1770. Zedier , 30. S. 515.N. Pr. A.-L. IV. S. 79 und 80. Freih. v. Ledebur, III. S. 329. Siebmacher, I. 58:v. Itadeck, Sckleniscli. v. Medinrj, II. S. 455 und 56. Schlesisches W.-B. II. 131.

Radelieim. Ein früher in Ostpreussen, und zwar im Balgaischen(im zietenschen Kreise) begütertes Adelsgeschlecht, welches aus Fran-ken hergeleitet wurde.

Freih. v. Ledebur, II. S. 249.

Radeloff (im Schilde ein rechtsgekehrter Löwe, welcher in derrechten Vorderpranke einen gestürzten Palmzweig vor sich hält). Einaus Schweden stammendes Adelsgeschlecht. Ein v. Radeloff war Capi-tain in k. schwedischen Diensten und mit einer v. Platen vermählt.Der Sohn aus dieser Ehe, Anton Adolph v. R., geb. 1716 zu Göritz-walde auf Rügen, trat erst in k. schwedische und dann in kursächs.Dienste, und starb 1784 als Capitain. Der Sohn desselben, HeinrichGottlob v. R., wurde 1774 Lieutenant im kursächs. InfanterieregimenteGraf Anhalt, stieg im Laufe der Zeit höher und starb im 2. oder 3.Jahrzehnt des 19. Jahrh., ohne Nachkommen zu hinterlassen.

Handschriftl. Notiz. Freih. v. Ledebur , II. S. 249.

Rademaclier. Reichsadelsstand. Diplom von 1766 für DanielRademacher. Derselbe stammte aus einer aus Holland nach Hessengekommenen Familie, welche daselbst sich ansässig machte und für denihr zustehenden Adel ein kaiserl. Diplom vom 13. Juli 1549 bekam.Somit wäre das Diplom von 1766 nur ein Anerkennungs- und Erneue-