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Raczinsky, auch Ritter. Böhmischer Adels- und Ritterstand.Adelsdiplom von 1704 für Adam Raczinsky, Handelsmann zu Breslau,und Ritterdiplom von 1730 für die Wittwe desselben, Susanna v. Rac-zinsky.
j Wegerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 19G und 414.
Raczynski, Raczynski v. Maloszyn und Raczyno, auch Grafen.
Grafenstand des Kgr. Preussen. Diplom von 1827 für Eduard undAthanasius v. Raczynski. — Altes polnisches, dem Stamme Nalenczeinverleibtes Adelsgeschlecht, welches aus der polnischen LandschaftWielun stammt, wo dasselbe die Güter Kopydlowo, Okalewo, Raczynound Ruda besass. Aus demselben war Siegismund R., gest. 1662,Grodrichter zu Nalcel und Starost von Jasiniec. Der Sohn desselben,Michael Casimir, gest. 1738, war Woiwode von Posen, und von die-sem stammte Leo Anton, gest. 1756, Castellan von Santok, lc. poln.Generallieutenant und Gouverneur von Elbing. Der einzige Sohn desLetzteren, Philipp Nerius, gest. 1804, Starost von Miescisko, k. poln.Generalmajor und Chef eines Infanterieregiments, hatte zwei Söhne,die Grafen Eduard und Athanasius, s. oben. Graf Athanasius stiftete1825 das Majorat Obrzycko, bestehend aus 23 Ortschaften, theils imKr. Obornik, theils im Kr. Samter. Dem jedesmaligen Besitzer diesesMajorats ist 10. Septbr. 1840 eine erbliche Virilstimme im Stande derRitterschaft auf dem Landtage des Grossherzogth. Posen verliehen wor-den. — Ausser diesem Majorate, auf welches die ältere kurländischeLinie die Exspectanz besitzt, ist die Familie im Posensclien noch reich,so wie auch in Galizien angesessen. Nach Rauer waren im Kgr.Preussen 1857 begütert: Athanasius Graf Raczynski, k. w. Geh.-Rathin Berlin und Mitglied des Herrenhauses auf Oberzycko (Majorat) imKr. Samter, Niemieczkow, Stobnika, Kaliszkowice, Kiekrz undWyszyn;Roger Graf Raczynski auf Rogahn, Woynswice, Dakowy-Mokre,Wziacbow und Mechlin, und Anna Elisabeth Grf. Raczynska, gebor,Fürstin Radziwill auf Grabow. Ausser diesem Stamme giebt es nocheine gleichnamige polnische Familie, welche in den Stamm Jastrzem-biec eingetragen ist und welche noch 1854 im Posenschen zu Chwal-kowo im Kr. Gnesen, und zu Nochowo im Kr. Schrimm gesessen war.
Okolski, II. S. 243—50. — Sinapius , II. S. 830. — N. Pr. A.-L. IV. S. 79. — Freih, v. Le-debur, II. S. 247 und 48. — W.-B. d. Preuss. Monarch., I. 20.
Rad. Ein zu dem Adel im Kgr. Bayern gehörendes Geschlecht,in welches der Adel durch Diplom für Christoph Rad, Mitglied des in*nern Raths in Augsburg und k. poln. und kursächs. Hofjuwelier, kam,doch fehlen weitere Angaben über das Diplom. Der Stamm, aus wel-chem Ludwig Rad bereits im 15. Jahrb. Kanzlei-Secretair des K.Friedrich III. war, blühte fort, und ein Urenkel des Christoph v. Rad:Johann Christoph v. R., geb. 1752, ehemaliger Reichsstadt Augsburgi-scher Stadtgerichts-Assessor, wurde mit sechs Söhnen seines verstorbe-nen Bruders, des Reichsstadt Augsburgischen Archiv - RegistratorsPaulus v. Rad: Paulus (II.) v. R., geb. 1779, lc. bayer. Stadtge-richts-Assessor in Augsburg; Benedict Leopold v. R., geb. 1783, Hand-lungs-Commis zu Arbon; Christoph v. R., geb. 1784, Paulus v. R.,