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Rabenspurg, Freiherren. Ein früher sehr berühmt gewesenesIlerrcngeschlecht in Franken, aus dem gleichnamigen Stammschlosseunweit Würzburg. Als Stammvater desselben wird ein im 12. Jahrb.lebender Günstling des K. Friedrich I. angegeben, mit welchem Letzte-rer seine von ihm geschiedene Gemahlin, eine Markgräfin v. Yohburg,vermählte, aus welcher Ehe ein Sohn, Conrad, entspross, welcher mitseiner Nachkommenschaft Rabenspurg genannt wurde. In der Folgemusste sich der Stamm: Reinstein nennen.
Friese , Würzburger Geschichte, boi Ludwig, S. 541. — Zedier , 30. S. 462. — y. Hellbacl'i,II. S. 275.
Rabenstein, Freiherren (in Gold ein auf einem grünen dreihüge-ligen Berge stehender, schwarzer Rabe). Altes, früher zur fränkischenReichsritterschaft gehöriges, im 18. Jahrh. erloschenes, freiherrlichesGeschlecht, welches in Franken zu Adlitz, Kirchenborn, Rabenstein,Trautenberg, Weyer. Wirsberg u. s. w. sass und aus welchem auchSprossen im deutschen Orden in Preussen waren. Heinrich v. Raben-stein war 1430 bis 1432 Vogt der Neumark', 1435 bis 1437 Komthurzu Glochan, 1438 bis 1440 Komthur zu Thorn, 1440 bis 1441 ober-ster Spittler und 1441 bis 1446 Komthur zu Tuchel. — Auch in ders. g. Georgengesellschaft fanden sich Glieder der Familie. — Hansv. R. befand sich 1413 im Gefolge des Burggrafen Johann zu Nürn-berg, als derselbe auf das Concil zu Costnitz reiste. Wolff v. Raben-stein zu Rabenstein auf Weyer war nach Seifert, Ahnentafel der v. Ho-henfeld, kurpfälz. Landrichter zu Auerbach und lebte mit seinemSohne, Tlector v. R., fürstl. bamberg. Amtmann zu Bodenstein, im16. Jahrh. Balthasar v. R. war 1530 Hofmeister im Comitate des Bi-schofs zu Costnitz, als derselbe sich auf den Reichstag nach Augsburgbegab; Christian Friedrich v. R., der fränkischen freien Reichsritter-schaft und kaiserl. w. Rath, fürstl. bamberg. Lehngericlius-Assessor,starb um 1721 als Senior der Familie, und Johann Albrecht v. und zuRabenstein auf Weyer, Adlitz und Kirchenborn, der fränkischen Reichs-ritterschaft, so wie auch seit 1719 kaiserl. w. Rath, lebte noch 1730.Später ging der Stamm aus.
Münster, Cosmograpli. S. 588. — Gauhe, I. S. 1765 und 66 und II. S. 918. — v. Hatt-stein, III. S. 356—69. — Zedier, 30. S. 463. — Biedermann, Canton Gebürg, Tab. 360 — 63.Salver, S. 213, 229, 438, 499, 504 und 515. — Freih. v. Ledebur, II. S. 247. — Siebmacher,1. 105: v. Rabenstein, Fränkisch. — v. Meding, I. S. 455 und 56.
Rabensteiner, s. Gcuder, Geuder, genannt v. Raben-steiner, Bd. III. S. 502—504.
Rabenswald, Rabenswalda, Rabinswalda, Herren und Grafen.
Eine Seitenlinie der Grafen v. Kaefernburg (Kefernburg, Kaevernburg),s. Bd. IV. S. 616, deren Ahnherr Sizzo v. Kaevernburg war.
Albinus, Histor. d. Gr. v. Werthern, S. 67. — Avemann, Kirchberg. Gesch. — y. Falken-stein, thüring. Chronik, II. 4. Classe, äO. Cap. S. 906—11. — J. F. Böhme, Tod-Theihmg mitihren Folgen in Thüringen, aus der gräfl. Kaevernburg-Rabinswald. Familien-Geschichte.Leipzig, 1795, S. 3 und besonders S. 14. — v. Hellbadi, H. S. 275. — y. Meding, II. S. 453.
Rabiel, Rabiel, genannt Tiefensee. Altes, sächsisches Adels-geschlecht, welches namentlich um Bitterfeld und Delitzsch, so wie imMansfeldischen und im Anhaltschen begütert wurde. Dasselbe sass imAnhaltschen bereits 1500 zu Kösitz, 1550 zu Pouch und Schköna un-