Palkle y. Palkley. Erhländ. - österr. Adelsstand. Diplom von1816 für Aloys Palkle, Adjunkten der Sälzverschleiss - Direction zuWieliczka, mit v. Palkley.
Merjcrle v. Mühlfe.ld , S. 238.
Pallandt, Paland, Freiherren. Reichsfreiherrenstand. Bostä-tigungsdiplom des alten, angeblich 1316 ertbeilten Freiherrenstandesvom 12. Juli 1675. Altes, niederrheinisches Adelsgeschlecht welchesdas Erbmarschallamt von Cleve und das Erbschenkenamt von Geldern,so wie bedeutende Herrschaften besass. — Bucelinus leitet das Ge-schlecht nach einem Diplome von K. Friedrich III. aus königlich pol-nischem Geblüte her und beginnt die ordentliche Stammreihe mitWi-precht Germinezki, welcher bei dem K. Carl d. Gr. in hohem Ansehengestanden und sich zuerst v. Pallandt oder Paland, zweifelsohne vondem im Herzogthume Jülich unweit Düren gelegenen Schlosse Paland,genannt haben soll. Rüdiger P., ein Sohn Wilprands P., welcher um961 lebte, ererbte mit seiner Gemahlin, Johanna von Bredebend (Brei-denbend) der Letzten ihres Geschlechts, die Herrschaft Bredebend imJülichscheu und erhielt 1316 den freiherrlichen Titel. Später, gegenAusgang des 15. Jahrh. erhielt ein Anderer dieses Namens durch seineGemahlin, Tochter des Vicomten Robert v. Alpen, die Herrschaft Alpenunweit Rheinsberg. Die Nachkommen desselben schrieben sich Vi-comten, doch ging später diese Linie wieder aus. Elbertus P. brachtezu Anfange des 16. Jahrh. das Erbmarschallamt im Herzogthume Clevean seine Familie. Hieronymus P. war 1519 Bischof zu Bisaritz undFlorentius P. wurde 1555 Graf zu Culmburg am Leck in Geldern unddurch die Tochter desselben, Elisabeth, kam die Herrschaft Palandnebst anderen Gütern an die Grafen v. Waldeck. Adolph Werner v. Pwar 1651 kurbrändenb. Staatsminister, Carl Elbert v. P., Domherr zuOsnabrück und Andreas Adolph v. P., holländischer Generallieutenant,lebten noch 1710 und ein holländischer General der Infanterie Freih.v. Pallandt starb 1738 als Gouverneur zu Dorniclc. — Ein mit demdeutschen Orden nach Liefland gekommener Zweig, aus welchem 1527Dietrich v. P. des deutschen Ordens Ritter und Hans v. P. Comnian-dant zu Revel war, ist im Laufe der Zeit ausgegangen, im Heimathlandeaber hat dasselbe fortgeblüht und die Angabe des N. Preuss. Adels-lexicons, dass dasselbe im Rheinlande längst ausgestorben sei und nurnoch eine Linie in den Niederlanden bestehe, ist unrichtig. Die Familiesass noch 1829 zu Bleialf im Kr. Prttn und zu Wildenburg im Kr. -Gemündund Franz Anton Freih. v. P., Willi. Joseph, Christoph Reinhard undMariane geb. v. Broich, Wittwe von Willi. Ludwig Freih. v. Palland, wur-den laut Eingabend. d. Wildenburg, 17. Juni 1829, Cronenburg, Reg.-Bezirk Aachen, 17. Juui 1829, Bleialf. Reg.-Bez. Trier, 27. Aug. 1829und Aachen, 8. Aug. 1829 in die Freiherrenclasse der Adelsmatrikelder preuss. Rheinprovinz unter Nr. 22, 61, 57 und 56 eingetragen.
a Strebesdorf, Dioecesoos Colonieiis. descript. liist.-poetic. 3. 10. — Gauhe , I. S. 1G71 undII. S. 845. — v. Steinen. Tab. 31. 1. — Robens, Eiern. Werkeli. 1. 60 und desselben Niederrli.Adol. II. S. 18G. — Xe/tff, Armorial du royaume des Pais-bas, 23. — N. Pr. A.-L. IY. 8. 21u. V. S. 35G. — Freih. v.. Ledebur , II. 8. 178. — Siebmacher , I. 30: Pallant zu Moreames,128: v. Pallandt, Kheinländiscli und II. 110: mit dem Wappen der Herren v. Pyrmont. -W.-B, der preuss. Pheinprovinz T. Tab. 94. Nr. 187 8. 87,