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Oswald, Ritter. (Schild mit Schildeshaupte. Das breite Schildes-haupt ist von Silber und Blau quer getheilt und ohne Bild. Im silbernenSchilde ein schwarzer Doppeladler). Erbländ.-Österreich. Ritterstand.Diplom vom 22. Mai 1808 für Franz Oswald, Hofrath der k. k. Hof-kammer.
Handschriftliche Notiz. — Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Band Seite 18*1. — Kneschke,III. Seite 349.
Oswald (in Roth ein silberner Sparren, oben und unten hegleitet voneinem goldenen Sterne). Ein früher zum schlesischen Adel zahlendesGeschlecht, welches aus Bayern, namentlich aus Straubing, nach Schle-sien gekommen sein soll, doch kamen schon im 3. Jahrzehnt des 18.Jahrhunderts nur noch wenige Glieder der Familie vor. Zu diesem Ge-schlechte gehörte Friedrich Gottlieb v. Oswald, geb. 1744, welcher1762 in k. preuss. Militärdienste trat, in denselben von Stufe zu Stufestieg, 1799 Brigadier und 1801 Generalmajor wurde, 1813 den Abschiednahm und 1823 starb. Demselben stand in Ostpreussen das Gut Rausch-nick im Kr. Heiligenbeil zu.
X. I>r. A. L. III. S. 488. — Freib, r. Ledebur, II. S. 174.
Oswaetli. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1813 für PeterOswäth, k. k. pens. Oberlieutenant.
Megerln v. Mühl/eld , Erg.-Bd. S. 394.
Othegraven, Oetengraven, Otliegraven v. Imstenraetli (inSilber ein vierpaariges, rothes Schlangenkreuz. Auch nach Lackab-drücken von Petschaften Schild geviert: 1 und 4 in Roth ein das Feldganz überziehendes, silbernes Schuppenkreuz, in der linken Ohereckevon einer silbernen Kugel begleitet und 2 und 3 in Silber das erwähnte,rothe Schlangenkreuz, oder: 1 und 4 in Silber ein rothes Ankerkreuzund 2 und 3 in Roth ein goldenes, oder auch schwebendes gemeinesKreuz, in der ersten Feidung mit einem Mohrenkopfe). Altes, cölnisch-niederrheinisches Adelsgeschlecht, welches früher Oetengroenen, dannOttegrauen. d. h. aus dem Graben, de fossa. später, wie erwähnt, undin neuerer Zeit Othegraven geschrieben wurde. Dasselbe sass in derersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Mittelursfeld, war 1690 zuImstenraedt begütert, erwarb durch Vermählung die Burg Uebach,wurde 1724 mit Mühlenbach belehnt und hatte auch Broenberg ansich gebracht. Fahne theilt eine Aufschwörung und eine Stammtafel mit,die mit Johann v. Oetengroeuen, gestorben 1643, anfängt und mitJohann Wilhem Anton v. 0., geb. 1740 Rector der Familien-Vikariezu Aachen, aufhört. In dieser Stammtafel wird auch Johann GottfriedWilhelm v. Oetengroeuen, genannt v. Imstenrädt und der Sohn dessel-ben, Gerhard Freiherr v. Imstenrädt zu Oetengroeuen und Broenberg,aufgeführt. Da oben ein vermehrtes Wappen angegeben wurde, seihier bemerkt, dass das hinzugesetzte Wappen nicht das der Familiev. Imstenraedt oder Hastenrath ist, denn dieselbe führte in Roth einensilbernen Herzschild, durch welchen ein rother Fluss lief und um wel-chen neun Pilgermuscheln standen. — Nach Anlegung der Adelsmatrikelder preussischen Rheinprovinz wurde die Familie v. Othegraven in dieClasse der Edelleute unter Nr. 80 eingetragen. — Viele Sprossen stan-