Johann Friedrich Carl, geb. 1689 und gest. 1763, 1743 zum Chur-fürsten zu Mainz und 1756 zum Bischof zu Worms erwählt und JohannFranz Heinrich Carl, geh. 1693 und gest. 1742, k. k. w. Geh.-Rathund Gesandter am kaiserl. russischen und am grossbritann. Hofe undseit 1741 Reichsbofraths-Präsident, setzte den Stamm fort. Derselbe ver-mählte sich 1732 in erster Ehe mit Maria Anna Johanna Grf. v. Berlepschund verw. Grf. v. Berlepsch, Erbin von Mylendonck, geh. 1707 und gest.1737. Aus dieser Ehe entsprosste, neben einer Tochter: Grf. Maria Char-lotte, geb. 1733 und verm. 1755 mit dem 1793 verstorbenen Carl Fried-rich Grafen v. Hatzfeld, k. k. Staatsminister, ein Sohn: Graf Johann Fried-rich Carl Maximilian, geb. 1735, Herr zu Malleschau und Suckdoll inBöhmen, zu Datschitz und Markuaretz in Mähren und der freien Reichs-herrschaft Mylendonck unweit Gladbach im Kr. Mühlheim am Rheine,k. k. und kurmainz. Geh.-Rath und Kämmerer, verm. 1759 mit Ludo-vike Charlotte Kärntnerin v. Worms, Freiin v. Dalberg, geb. 1739.Derselbe schloss um 1807 den Mannsstamm seines alten Geschlechts.
Hunib- acht , Tal». 259. — (rauhe, I. S. 1552 u. 53. — v. Hatistein, I. S. 408—1(1 und III.Sappl. S. 120. — Zedier , XXY. S. 2202. — Biedermann, Canton Ottenwald, Tab. 141 — Sal-ve/ , 593, G10, 675, 079 u. 733. — Jacohi, 1800, II. S. 113. — Suppl. zu Siebm. AV.-B. II. 0.— Tyroff , I. 41.
Osten, v. der Osten, v. d. Osten-Sacken. Freiherren , Grafenund Fürsten (Stammwappen: Schild der Länge nach getheilt: rechtsin Blau drei schräglinke, übereinander strömende, goldene Flüsse, undlinks in Roth ein aufrecht gestellter, silberner Schlüssel, dessen Bartnach oben und rechts gekehrt ist). Schwedischer Freiherrn-, Reichs-,polnischer-, russischer- und preussischer-Grafen-und preussischer undrussischer Fürstenstand. Reichsgrafendiplom vom 8. März 1763 fürCarl v. der Osten-Sacken; polnisches Grafendiplom vom 29. Octbr.1768 für Adolph Siegfried v. d. Osten; russische Grafendiplome vom16. April 1797 für Carl Magnus v. der Osten-Sacken und vom 12. Juni1801 für Johann Gustav und Carl Gustav v. d. Osten-Sacken, so wievon 1821 für Fabian Wilhelm v. d. O.-S.; preussisches Grafen-diplom von 1800 für den russischen Grafen Friedrich Bernhard Augustv. d. O.-S.; preussisches Fürsteudiplom vom 15. Octbr. 1786 bei derschlesischen Huldigung für den obengenannten Reichsgrafen Carl v. d.O.-S., k. preuss. Ober-Kammerherrn, wirkl. Geh. Staats- und Kriegs-minister u. s. w. und russisches Fürstendiplom von 1833 für den ge-nannten russischen Grafen Fabian Wilhelm v. d O.-S. — Eins der äl-testen und angesehensten Adelsgeschlechter Pommerns, welches aufRügen und in Vor- und Hinterpommern reich begütert wurde, schon im9. Jahrb. geblüht haben soll, eine beträchtliche Anzahl Lehnträgerhatte und zu den Burg-, Schloss-und Freigesessenen gehörte. Deneigentlichen Ursprung der Familie leitet man aus dem früheren Erz-stifte Bremen her, nimmt an, dass der erste Rittersitz des Geschlechtsan der Oste gelegen habe und erklärt dadurch die drei Flüsse oderStröme im Wappen, den Schlüssel aber durch das Erzkämmerer - AmtvonRremen, welches, wie vermuthet wird, der Familie zustand. InPommern genossen, nach Micrael, schon zur Zeit des Herzogs Bogis-laus IV. Jer und Hermann v. d. Osten grosses Ansehen, und aus Pom-