JÜZJ
Kohlo.
(Neumarkt) 1669. 1700. Wünschendorf(Löwenberg) 1653. 1663.
f Kohle. Kohl (Quer getheilt, untenroth, im oberen weissen F. eine abge-kürzte Gemse). Kaiser Rudolph II. er-kennt den 28. Febr. 1594 den Adeldieses Zittauer Stadtgeschlechtes an.Inder Ober-Lausitz zu Eibau, Rad-gendorf, Reibersdorf und Tiirchau be-gütert. Das Diplom nennt sie auch infrüherer Zeit in der Nieder-Lau sitzangesessen, welches wohl auf Kohlo(Sorau) deutet. In der Mitte des 17.Jahrhunderts ausgestorben.
f Kohlreuter. Sie waren im Neiden-burgschen in Preussen ansässig.
Kühne (Im silbernen F. Kopf undHals eines Hirsches). Tuisco HermannAdolph K. auf Rittersberg (Sclilochau) istden 15. August 1842 unter dem NamenKöhne von Wranke-Deminski in denAdelstand erhoben worden.
Kojen (Im silbernen F. goldenerrechter Schrägbalken, welcher mit einemschwarzen, oben und unten abgehaue-nen knorrigen Baumast belegt und aufjeder Seite von einem golden beschla-genen, einwärts gekehrten schwarzenJägerhorn begleitet ist. Auf dem ge-krönten Helme der aufgerichtete Baum-ast und links daneben an goldenerLanze eine goldfarbene Fahne, auf wel-cher sich der Baumast wiederholt). EineThorner Patricier-Familie, aus wel-cher Benedict Vorsitzender des Schöp-penstuhls zu Thorn mittelst Diploms d.d. Bromberg den 11. Febr. 1577 vomKönige Stephan von Polen geadeltwurde.
f Kokorski (W.Prawdzic). In Schle-sien ehedem auf Siedlec (Gr. Streh-litz).
-f Kokoschen, Kokoschke. In Hin-ter-Pommern zu Zechlin (Stolp)1493. 1621.
Kolaczkowski (W. Abdanck). ImGrossherzogthum Posen: Woynowo(Obornick) 1821. Zeruiki (Inowraclaw)1854.
j- Kolaczkowski (W. Wieniawa). InSchlesien: Wensewitz (Militsch).
Kolakowski, waren im Gilgenburg-sehen.
Kolbe. 455
Kolb von Wartenbcrg, Kolbe v. W.(Im silbernen F. ein mit einem golde-nen Waldhorn belegter, von drei rothenKugeln begleiteter rother Querbalken,der Balken auch ohne Horn. Siebm. I.127. Ilumbracht S. 203). Aus diesemalten reichsritterlichen Geschlechte derPfalz ist der Kurbrandenb. und kgl.Preuss. Premier-Minister Jahann Casi-mir K. v. W. 1695 in den Freiherren-,den 26. Oct. 1699 in den Reiclisgrafen-stand erhoben und als solcher SeitensKurbrandenburgs anerkannt worden(Köhne II. 11). Seine Güter wurden1707 von der Verbindung, in welchersie mit der Reichsritterschaft standen,befreit und als eine Allodialherrschaftzu einer unmittelbaren freien Reichs-grafschaft mit Sitz und Stimme auf d.Grafenbank in der Wetterau erhoben.Diese Grafschaft Wartenberg bestandaus den zerstreut liegenden Gütern:Aspach, Diemerstein, Ellerstadt, Fisch-bach, Imbsbach, Marienthal, Ober- undNieder - Mehlingen, Mettenheim, Ora-nienhof (Kr. Kreuznach), Rohrbach,Sembach, Wachenheim und Warten-berg. Er starb den 4. Juli 1711. SeinSohn war der am 2. Oct. 1772 ver-storbene k, Preuss. General-Major Ca-simir Reichsgraf K. v. W. — FriederikeHenriette K. v. W. vermählte Gräfinv. Hardenberg ward mittelst Diplomsvom 19. Sept. 1786 vom Könige vonPreussen zur Gräfin v..Wartenberg ge-macht (Das vermehrte Wappen, Köhne
n. 11).
Kolb von Wassenach (Ein Adler imWappen. Fahne I. 228. v. Krohne II.209). Freiherren; besassen Wassenach(Mayen) 1336 und noch 1774, desglei-chen Reimbach (?) 1774.
-j- Kolba (Im rothen F. 3 silberneSchilfkolben auf grünem Boden. KönigAdelsh. III. 567). In Thüringen u.Sachsen: Absdorf (Wittenberg) 1734.Karschdorf 1600. Kolba 1600. Licht-stedt (Schwarzburg) 1699. St. Gangloff1680.
Kolbe (In Silber ein rother Querbal-ken, begleitet von drei rothen Kugeln.Köhne III. 69). Der Criminalrath CarlFriedrich K. wurde am 15. Oct. 1786