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Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon : Darinnen Die heut zu Tage florirende älteste und ansehnlichste Adeliche, Freyherrliche und Gräfliche Familien nach ihrem Alterthum und Ursprunge ... vorgestellet werden
Entstehung
Seite
1767-1768
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176?

llchteritz.'

Uchtcritz, Jchteritz.

Diese alte Adeliche Familie sollschon vor 1100. Iahren in Böhmenstoriret haben, wie Aomg in seinee

Genealogischen Betreibung ^ weggeführet worden, und unterwegoderselben meldet, aber davon keinen von üblen Tractament gestorben;Di

Uckteritz. 176,

retiriret, um die dahin geflü- ^ ^4chen-Schalze zu läl v>ren,uni ^nsde solchen Thurn unrergrab-u, e>sich samt den Schätzen aufDissrsnolergeben müsse»/ worauf er gefanger

Beweißthum anzuführen weiß,gleich-wie man auch bey den BöhmischenScribenten derselben nicht erwehnetfindet. Das ist aber gewiß/ daß sievon alten Zeiten an in der Ober-Lausitzsich hervorgethan, allwo sie noch An

Mit-Gefangene / so biß Iaromir üBöhmen geschlcppet worden, habetetliche von Ades darunter auch Heinrich von llchteritz aufLangen-Oelsa gezehlet wird, mit zoo. Marck Silbmranzioniret. Gedachter Heinrich ha

no 1715. wie Grosser berichtet/ die in Schlesien gewohnet/ allwo dessei

Güter Ebe:sbach bey Görlitz.Gehardsdorffam Qveiß,Goldbach,Goldentrautt/ (Stadtlein) dasSchloß Tschocha, See, N?iestdisseitsdesQveisses, RengersdorfsibeyMa:glissa,Scheiba,Schrva:y-'bach, und ein Theil von Soblandbesessen; von hier hat sie sich in Schle-sien, Meißen und Marck Brandenbürg ausgebreitet. In der Ober-Lausitz sind Schwerdta und Steinkir-cheihrealte Stamm-Sitze. Zuerstfindet man in Hansen

von llchteritz Anno 1Z04. als Bür-gemeister zu Lauben angeführet. I lic.ron^mus von llchteritz ist nebst andernvon Adel Anno 1411. Raths-Herrdaselbst gewesen. Heinrich auf Stein-kirche und Schwerdta ist Anno iz 57«verstorben, und ein Ober-Aelter-Va-ter gewesen Willhelms, welcher sichaus der Ober, Lausitz in Meißen nie-dergelassen, wie hernach soll ausgefüh-ret werden. Von Bernhardten vonUchtcritz meldet vorgedachterGvosstt//L. daß er Anno 14z 1. beymEinfall der Hußiten in Lauben Com-inendant geweftn, und die Stadt tapf-fcr 'efenMrel,' als er aber sich ausdenThuendes Francise.Klosters daselbst!

Ritter-Sitz L.augeu- Oelsa gelegen,und erhellet hieraus/daß dieses ansehnliche Geschlecht schon dazumal iidiesem Hertzogthum sich ausgebreitegehabt, allwo es sich nachgehends irdie Häuser Givlsheim im Glogauisehen, und Gvossettdorfsi im Wohlauischen Fürstenthum gelegen, ver-theilet, wie in der thvonic ^berichtet, und vornehmlich Chri-stoph Ernst von Uchtcritz zu Fröschenals Hertzogl. Regierungs-Rath desWohlauischen Fürstenthums Anno1672. anführet. Ums Jahr 1557,hat sich Ludewig von Uchtcritz in di«Marck Brandenburg aus der Ober-Lausitz begeben, und darinn die GüterRauenthal und Osterholtz an sich ge-bracht. Er ist Churfürsts soscbimiII. Ober-Iägermeister worden. Vonseinen Nachkommen starb Curt Gott-fried von llchteritz auf Osterholtz:c.Anno 1699. im 6z« Jahre seines Al-ters als Chur-Brandcnburgtscher ge-heimdcc Rath, und Landes-Haupt-mann der Altenmarck. Sein Sohn,Heinrich, soll nach oberwehnten Ro-nigs Bericht, als die Ober,LausitzischeLrsncbe abgegangen, deren Güthcrvermöge der Mit-Belehnschasst er-

! halten haben.

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