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Des Heil. Röm. Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon : Darinnen Die heut zu Tage florirende älteste und ansehnlichste Adeliche, Freyherrliche und Gräfliche Familien nach ihrem Alterthum und Ursprunge ... vorgestellet werden
Entstehung
Seite
1705-1706
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,705 Talmberg.

Tode angestellet/ und immer mit er-bärmlichen Geschrey um Pardon undFristung seines Lebens/ biß erden letz-ten Stretch ausgehalten/ geruffen:Seine Güter/ die er in denKayserli-chcn Erblanden besessen / fielen demKayscr heim; die Grafschafft Regen-stein aber/ so im Halberstadtischen ge-legen/zog der Churfürst zu Branden-burg als Lehns-Herr an sich. Er warmit einer' Ungarischen Gräfin vonForgatsch vermahlet/ und mit vorge-dachten Mit-verschwornen besreun,det. Von dem mit derselben erzeug-ten Sohne ^nrnnio findet man nichtsaufgezeichnet. ^»o^^jZ.ebmRay-strs -/e/

Talmberg.

Von dieser nunmehro Freyherrli-chen Familie in Böhmen berichten dieScribenten einhelliglich/ daß sie mitdem ersten Böhmischen Fürsten Cze-cho aus Slavonien dahin gekommen,und vor Zeiten den Nahmen LNilieczgeführet/nachhero aber von dem Rit-ter-Sitze Talmberg den Nahmenangenommen. Wiölawvon Milic-zin soll um das Jahr yz8. den Für-sten-Stand geführet haben. Indemfolgenden 8eculo sind llermsnnmund lokanne, von Miliczin, Herrnvon Talmberg unter die vornehmstendes Königreichs Böhmen gezehletworden. Daniel, Dom-Herr, ward^nno 1196. zum Bischofs zu Prägeerwehlet/wie meldet. Pau-lus von Miliczin, Herr von Talm-bcrg, war I5Z8« Bischoff zuOlmütz. Ums Jahr 1616. gelang-te Friedrich aufNemisch, Ianckow:c.zu der Charge eines Kayserl. Raths,

Taube. 1706

Cammer-Herrns, undOber-Appella-tions-und Cammer-Präsidentens inBöhmen. Johann Frantz Chri-stoph, Bischoff zu Königrätz, und Io-sua Ernst, Freyherr von Talmberg,Kayserlicher Cammerherr, (dessenVater, Frantz Rudolph, ebenfalls die-ffe Charge besessen) gtengen ^n. 1698.mittode ab. Iosua Friedrich besaßnoch ämno 1709. letzt-gedachte Eh-ren-Stelle.

Nleittgavtetts Fürstenspiegel

Taube.

Diese Freyherrliche und GräflicheFamilie in Meißen, allwo sie die wich,tigsten Güter an sich gebracht, hat imvorigen 8cculo die höchste ChargenamChur-SächsischenHofe nachein-ander bekleidet. Sie ist wohl zu un-terscheiden von den Böhmischen Her-ren und Grafen Bercka Duba vonder Leipe, welche von den Scribentenossters an statt Dube Taube genen-net werden; Es ist von denselben anseinem Orte im Articul Bercka indiesem nachzusehen, ^.nna16z 8. sind die von Taube in Meißenin den edlen Panner-und Freyherren-Stand erhoben worden. Sie stam-men aus Liefland her, allwo die vonTaube unter die vornehmste und älte-ste Adeliche Familien gezehlet werden,davon in meinem /»o/.

Lvec.s't. ausführlich gesagt worden.Die Zeit, wenn sie sich eigentlich inMeißen begeben, kan man zwar so ge-nau nicht anzeigen, doch scheinet eSallem Ansehen nach, gegen Ausgangdes XVIten 8eculi geschehen zu seyn.Nach Anfang des vorigen Jahrhun-derts theilte sich diese vornehme Fami-lie in unterschiedene drsncke». Hein«Hhh z rich