170z Tättenba ch.
welcher ^nnoi^o i.als Chur-Baye-rischer Gesandter und pleniporemizrius auf dem Reichs-Tage zu Regen-spnrg sich befunden/ nachgehends aufseinen Gütern, deren er viele gehabt/sich aufgehalten, ^nno 1712. aberals er von seiner Residentz Stenav,tin auf eines seiner Güther reiten wol-len, von einem Meuchel-Mörder imPusche erschossen worden. SeinBruder, Maximilian Frantz Adolph,Graf von Rheinstein, Frey-und Pan-ner-Herr zuGanowitz, war Kayserli-cherCanimer-Herr.
wolftgang Friedrich, Grafvon Tettenpach, hat die so genanntejüngere Linie in Bayern errichtet.Von seinen Nachkommen, die annochsioriren, hat man nichts als derenNahmen aufgezeichnet gefunden. Obder 1710. in der Stadt Giron-ne in Catalonien commandtrende Ge-neral Graf von Tettenbach zu dieserLrsncke gehöre,kan man nicht sagen.
Gotthavd/Grafvon Tettenbach,Herr zu Ganowitz, hat die Voigtlän-dische Linie (welche Geilsdorff bexPlanen besitzet) angefangen. Er istein Groß-Vater worden JohannErnstens, Chur-Pfältzischen Cam-Mer-Herrns, und Lorrbaräi (^uinri-oi, der noch nach Anfang des itzigenLeculi als Zenior dieser gantzen Fa-milie fioriret, beyde aber haben dieseLinie mit männlichen Erben fortgese-tzet. /.
Tattenbach (Johann Eras-mus/ Graf von) KayserlicherStadthalter in der Stey-ermarck.
Er war ein Sohn Gottfrieds,Freyherrns von Tettenbach zu Gano-
TZtteybach. 170^
witz, (wie im vorhergehenden gesagtworden) und 16z 1. gebohren.Nachdem er zu obbesagter hohenCharge gelanget, ließ er sich in diegrosse Lonspiralion der UngarischenGrafen,Zrim, Naästti undni Wider den Kayser verwickeln, ver-möge dessen sie das Königreich Ungarnunter die Türckische?rc>reöiikzn brin.gen und dem Hause Oesterreich entzie-hen wollen. Als 1669. ge-dachte Lonljzil-arion entdecket, undvorgenannte Ungarische Grafen arre-tiret wurden, bediente sich der Cam-mer-Dienerdes Grafens vonTetten-bach, den sein Herr wegen Diebstahlsgefangen setzen lassen, solches zu seinemVortheil, und schickte, um sich an sei-nem Herrn zu rächen, einen von deffel-ben eigner Hand geschriebenen Brief,als einen Entwurff von allen Zurü-stungen wider Oesterreich,an den Kay-serlichen Hof. Hierauf wurde derGrafin vorbesagtem 1669km Jahrezu Grätz in der Land-Raths-Stubegefangen genommen, und sein Haußvillriret, worinn man ausser den ver-fänglichen Schrifftcn allerley Waffenund eine grosse Summe Geldes fand,um 6000. Mann aufzubringen, wiehernach an den Tag kam. Ob nungleich der Graf Tettenbach genau ver-wahret wurde, fand er doch Gelegen-heit zu entkommen, doch ward erwie-der ergrissen, und darauf desto fleißi-ger bewachet. Anfangs ward er zumewigen Gefängniß conllowniret, alsaber kund wurde, wie er dem GrafenZrini oder Serini einen grausamenEyd wider des Kaysers Person ge-schworen, ward ihm das Leben abge-sprochen,und eri^nno 167 ».gleich de-nen andern Lonssirsntm enthauptet;Er hat sich vorjenm am feigesien zum