Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
Seite
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mehrere Jahrhunderte in Frankfurt a. M., bis das Geschlecht mitIlector Philipp W. v. L. am 3. Fehl'. 1656 erlosch.

Himbracht, Rlild. — SiebmacJter, I. 210. 2.

Weiszenwolf, Ungnad von, Grafen (Schild geviert: in Rothein silberner Wolf [Stammwappen]; 2 und 3 in Blau eine goldeneMauer; 4 in Roth 2 silberne llunde dos ä dos). — Reichsfreiherren-stand. Diplom vom 9. Oct. 14G2 mit von Sonneck für Johann Un-gnad, k. k. Kammermeister. Reichsgrafenstand. Diplom vom G.März 164G, mit von Weiszenwolf für David Freiherren v. Ungnad,k. k. w. Geh.-R., Hof- und Kammerpräsident. — Sehr altes tränk.(Bamberger Ministerial-) Geschlecht. Der Enkel Arnold's v. W.(der 955 in der Schlacht wider die Ungarn blieb), Dietrich zog mitK. Conrad III. gegen die Sarazenen, wo er, weil er das Meiste zumSiege beim Flusse Mäander beigetragen, zum Ritter geschlagen undnach seiner Rückkehr vom Bischöfe Eberhard zu Bamberg nachKärnthen, die dortigen Besitzungen des Hoohstifts zu verwalten, ge-schickt wurde. Seine ^Nachkommen erwarben im Herzogtlmm be-trächtliches Landeigenthum. Conrad zog mit K. Friedrich 11. 1228ins gelobte Land und soll bei Ersteigung der Mauer von Danuis-cus dieselbe in sein Wappen erhalten haben. Sein älterer BruderHeinrich erhielt im Dienste des Herzogs Ulrich v. Kärnthen, bei derErstürmung eines Schlosses des sich auflehnenden Turpin v. Scha-chenstein 1240 den Kamen Ungnad. Otto war 1273 tapferer Ver-theidiger Friesachs gegen den Feldherrn Ottocars v. Böhmen Zawischv. Rosenberg und stand 1278 Rudolph v. Habsburg gegen Herbertv. Fullstein auf dem Marchfelde zur Seite, wobei er ein Auge verlor.Bernhard wurde mit Friedrich dem Schönen bei Ampfing gefangen.Johann (s. oben) Reichsfreiherr. Sein Enkel Hans, Kämmerer desK. Ferdinand 1., Feldherr gegen die Türken, Landeshauptmann vonSteyermark, ging nach Confiscirung seiner Güter, da er der Refor-mation zugethan, zum Herzog Ulrich v. Würtemberg, legte sogareine grosse Buchdruckerei zur Verbreitung seiner Schriften an undward 15G4 in der fürstl. Gruft in Tübingen begraben. Der Sohnseines Bruders Andreas, David, gest. 1G00, war Gesandter in Con-stantinopel. Sein Enkel David II. (gest. 1G72), liess sich zuerst inOesterreich nieder, wo er durch die Vermählung mit Elisabeth v.Jörger zu grossem Besitzthum gelangte, er wurde (s. oben) Reichs-graf und Oberst-Erbland-Hofmeister in Oesterreich o. d. Ens. DieAbstammung der jetzigen Familiengliedef ist folgende: HelmhardChristoph (geb. 1635, gest. 1702), k. k. Geh.-R., Landeshauptmannin 0. o. d. E., dritte Gemahlin Maria Elisabeth Gräfin v. Lengheim,(geb. 1GG7, verm. 1691, gest. als wiedefverm. und verw. Gräfin v.Traun 1719); Ferdinand Bonaventura (geb. 1693, gest. 1681), k. k.Geh.-R. u. s. w.: Maria Theresia Gräfin v. Starhemberg (geb.1694, verm. 1716, gest. 1738); Guidobald (geb. 1725, gest. 1784),k. lc. Kämmerer und General-Feldwachtmeister; Josephe Freiinv. Salza (geb. 1741, verm. 1757, gest. 1798); Johann Repomuk(geb. 1779), k. k. Kämmerer, Oberstlieut. in d. A., Präses des vaterl.