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Wedekind, Freiherren (Schild geviert: 1 in Elan ein rotherHahn, 2 in Iioth eine grüne Schlange mit einem goldenen Hand-spiegel im Rachen, 3 in Blau ein silberner Halbmond, 4 in Rothzwei silberne Sterne). Freiherrenstand des Grossherzogth. Hessen.Diplom yom 16. Mai 1809 für Georg Christian Gottlieb W., gross-herzoglich hess. Leibarzt und Geh.-R., und Wappenbrief vom 30.März 1810. Derselbe, geb. 1761, gest. 1831, hinterliess GeorgWilhelm Freih. v. W., grossherzogl. hess. Geh.-Oberforst-R., geb.1796, verm. 1821 mit Margarethe Wilhelmine Schubert und starb1856, aus welcher Ehe stammen das jetzige Haupt der FamilieGeorg Ferdinand Rudolph Freih. v. W., geb. 1825, Dr. jur. undgrossherzogl. hess. Hofgerichtsadvocat u. Procurator zu Darmstadt,verm. 1849 mit Henriette Magdalene Merck, deren Rinder nebenfünf Töchtern, die zwei Söhne Georg Emanuel, geb. 1852 und Ru-dolph, geb. 1857; und die Geschwister Wilhelmine Margarethe So-phie, geb. 1822, verm. 1844 mit Walo von Greyerz, Oberst zu Lenz-burg im Canton Aargau in der Schweiz; Luise Caroline HenrietteWilhelmine (geb. 1826); Wilhelm Georg Rudolph (geb. 1830), Guts-besitzer zu Hiltersklingen im Odenwald, verm. 1857 mit Emma Ger-trude Christiane Knapp, deren Töchter Emma (geb. 1858), Magdalene(geb. 1861); Friedrich Georg, geb. 1841, grossherzogl. hess. Lieut.im zweiten Reiter-Reg., verm. 1868 mit Bertha Friederike Becker.
Geneal. Taschenbuch d. freih. Hiiuser, 1853, 18(57, 1870. — v. Hefner, hess. Adel, S. 30. T. 34.
Wedel, Wedeil, auch Grafen (Schild geviert mit einem von Goldund Silber der Länge nach getheilten Mittelschilde, worin ein rothesKammrad mit zwölf, auch sechszehn Zacken, in welchem das Brust-bild eines schwarz und roth gekleideten wachsenden Mannes, mitam Ellenbogen abgehauenen Armen und einem Krempelhut [Stamm-wappen], 1 und 4 in Blau ein silbernes Castell mit zwei Thürmen,2 / 3 in Gold eine Krone, durch welche sieben Lanzen mit rothenFähnchen). Grafenstand des Kgr. Dänemark. Diplom vom 8. Jan.1684. Grafenstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 21. Jan. 1776;erbliche Virilstimme in der ersten Kammer der hannöv. Ständever-sammlung 16. Juni 1836. Eine der ältesten und berühmtesten anGliedern und Grundbesitz reichsten Adelsfamilien in den Markenund in Pommern, aus welcher später sich mehrere Glieder nach Dü-nemark wendeten und in diesem Lande zu hohen Ehren gelangten,jetzt blüht das Geschlecht namentlich in Preussen. Der Käme Wedelsoll schon urkundlich seit dem 8. Jahrh. vorkommen und zwar immer •mit dem Beisatze: nobilis und lateinisch: Wedilo, W T idelo, Withulo,1059 kommt in einer Urkunde des Bischofs zu Hamburg Adalbert,ein' comes V r edilo vor, Widelo war 1159 Bischof zu Minden undHinricus, Hasso et Reimbertus, fratres milites de W r edele, bezeugen12.12 eine Urkunde Albrecht's v. Orlamünde, Grafen v. Nordalbingen.Als Stammvater des Geschlechtes der Wedele auch Wedile, Widele,Weddele, welcher Name sich in W r edel abgekürzt hat, wird Reim-bernus genannt. Nach mehreren Urkunden des Domcapitel-Archivs