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zu Hamburg-, blühte die Familie durch fünf Generationen in Fordal-bingen und besass Wedele, eine Stadt in Stomarn, zwei Meilen unter-halb Hamburg und viele andere benachbarte Orte. Als in der zwei-ten Hälfte des 13. Jahrh. die Markgrafen v. Brandenburg zur Erober-ung des Landes jenseits der Oder, der jetzigen Feiimark, deutscheRitter aufforderten, verkauften sieben Brüder v. W., sämmtlichRitter, welche in brandenburg. und pommer. Urkunden von 1265 bis1300 häutig als reiche und mächtige Grundbesitzer vorkommen, ihrenordalbingischen Güter an das Domcapitel zu Hamburg, warbenSöldner und eroberten grosse Landstrecken jenseits der Oder, mitwelchen dieselben von den Markgrafen beliehen wurden. Die Vet-tern an der Elbe folgten diesem Beispiele und nach 1350 kommt indiesen Gegenden kein Wedel mehr vor. Ausser den neumärkischenLehen kaufte das Geschlecht grosse Besitzungen in Pommern, denspäteren wedeler Kreis und erwarb ansehnliche Güter im KreisePosen unter polnischer Hoheit. Fach den Lehnbriefen Kaiser Lud-wigs des Bayern von 1328 und Kaiser Carls IV. von 1374 über dieneumärkischen Besitzungen gehörte dem Geschlechte v. Wedele fastdie ganze Feumark, namentlich die Städte Güstrin, Bernau, Mellen,Hogzit, Förnberg, Reetz, Jütz, Callies, Feuenwalde, Schief'elbein(1219), Falkenburg (1291) mit allen dazwischen liegenden Gebietenund noch 5000 Hufen Landes am Flusse Cuddowa an der preuss.Grenze. In diesen Lelmsbriefen geben die Kaiser den Herren v.Wedele, den ihnen auch vom deutschen Orden zugestandenen Titel:nobiles. In ihren Ländereien hatten sie ihre Söldner, unter welchenauch Edle waren, als After-Vasallen belehnt und geboten so übereine grosse Streitmacht. Das damalige Wappen der nordalbingischen,märkischen und pommerschen Wedele war ein ausgezacktes Rad mitacht Speichen, erst im fünfzehnten Jahrhundert ersetzte der armloseMann die Speichen und wurde seitdem von allen Zweigen der Familieals Wappenzeichen angenommen. Was die jetzigen Grafen v. W.anlangt, so ist Jürgen Ernst Herr zu Spiegel, Reetz, Förnberg undButow, geb. c. 1590, gest. 1661, der gemeinschaftliche Stammvaterderselben zu Wedelsburg in Fühnen, zu Jarlsberg in Forwegen undzu Evenburg und Gödens in Ostfriesland, und es sind nach dieserAnnahme, welche sich wohl aus der Familie selbst im Geneal. Ta-schenbuche der gräfl. Häuser (1852 S. 745) findet, die Angaben beiGauhe und Anderen über verschiedenen Ursprung jener Linien zuberichtigen. Jürgen Ernst's ältester Sohn Wilhelm Friedrich ver-mählte sich mit einer Tochter des bekannten dänisch. StaatsministersHannibal v. Sehested, erhielt dadurch die sehested'schen Güter inFühnen, welche König Christian V. von Dänemark zur Lehnsgraf-schaft Wedelsborg und den Besitzer derselben zum Grafen Wedelvon Wedelsborg erhob. Wahrscheinlich ist dieser Stamm schon mitdes Erhobenen Enkel, einem Sohne des Grafen Hannibal, erloschen.— Der zweite Sohn Jürgen Ernst's, Gustav Wilhelm (derselbe sollmit münsterschen Truppen in dänische Dienste gekommen und 1676General-Major und 1717 Feldmarschall-Lieut. geworden sein), ver-
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