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9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Vogt v. Saegewitz . Freiherren ( Scliild geviert-nach Siegeln: 1ein Ritter, 2 und 3 ein Löwe und 4 eine Lilie). Böhmischer Frei-herrnstand, Diplom vom 10. Jan. 1694 für Carl Gustav v. Vogtunter dem Vamen: v. Vogt oder Vögten v. Westernach. Ein im 17.Jahrh. aus Oesterreich in das Breslauische gekommenes Adelsge-schlecht, aus welchem Gotthard v. Vogt auf Saegewitz, Lohe undGrünhübel 1615 mit einem Wappen: ein Maueranker in Gestalt einesquergelegten H., welches Wappen dem des österr. Geschlechte derVögten, genannt Wierrandt, s. unten, entspricht, siegelte. Von HansA r ogt v. Saegewitz auf Riclasdorf, Ober-Peilau, Schönheide und Rath-samb, des Briegschen Fürstenthums Hof-Richter u. Landes-Aeltesten,stammte unter anderen Söhnen der obengenannte Empfänger desFreiherrndiploms : Carl v. Vogt und Saegewitz auf Schönheide, Rath-samb und Thomnitz, kais. Oberstlieutenant und später LandrechtsBeisitzer des Münsterbergischen Fürstenthums, welcher 1698 starbund drei Töchter und drei Söhne hinterliess, von denen der Aelteste,Freih. Franz Carl auf Thomnitz und Kaubitz, erst kais. Capitain undspäter lürstl. Münsterberg. Regierungsrath und Landrechts-Beisitzer,noch 1730 lebte. Im Laufe der Zeit hatte sich der Stamm in zweiLinien geschieden, in die v. Vögten u. Saegewitz u. in die v. Vögtenund Westerbach. Die erstere Linie besass Saegewitz, Riclasdorf,Ober-Peilau, Schönheide und Thomnitz, die andere aber in neuesterZeit noch Alt-Schönau im Schönausclien und Mochau im Jauerschen.Zu dieser Linie gehörten neuerlich die Nachkommen des Freih. v.Vögten und Westerbach auf Alt-Schönau, namentlich dessen Sohn,Freih. Gustav, Landrath a. D. zu Hirschberg und dessen Söhne, vonwelchen der Aeltere, Freih. Rudolph, um 1837 Justizrath bei demStandesherrlichen Gerichte zu Hermsdorf bei Warmbrunn war, so wiedie Söhne des Freih. Anton, der, venu, mit einer Freiin v. Sauerma,als kön. Regierungsrath zu Liegnitz starb.

Sinapius, II. S. «9. Gauhe, I. S. 2G93 und 94. - N. Pr. A.-L. IV. S. 300. Freih. v.Ledebur, III. S. G2.

Vogt, Voit von Salzburg, auch Freiherren ( in Silber ein spitz-gezogener, schwarzer Querbalken). Reichsfreiherrnstand. Diplomvon 1715 für Valentin Voit v. und zu Salzburg, Herrn auf Eichen-hausen, Querbach und Dürrnhof, fürstl. Brandenb. Onolzbachischenersten Geh. Rath, Landsehafts-Director und Oberamtmann der Städteund Aemter Uffenheim, Mainbernheim, Prichsenstadt, Castell undStephansberg, wie auch des Fränkischen Kreises Kriegsrath, bei Ge-legenheit der Reichs-Belehnung des Ansbachschen Fürstenthums vordem kaiserlichen Throne. Fränkisches, seit uralter Zeit dem frän-kischen Canton Rhön-Werra einverleibtes Rittergeschlecht, als dessenStammhaus ein Gut zu Salzburg, einer alten Burg in Franken beiReustadt an der Saale, wo schon K. Carl der Grosse oft zu residirenpflegte, angenommen wird. Die Familie kommt urkundlich bereits1206 u. 1212 vor und Eberhard II. V. v. S., Hans A r oits v. SalzburgSohn, wurde 1311 zum Deutschmeister in den deutschen u. welschenLanden erwählt und starb 1327. Melchior Otto V. v. S. besass von