Druckschrift 
9 (1870) (Steinhaus - Zwierlein)
Entstehung
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Schindeln begleitet, 5, 4 und 3. Die Schindeln der oberen und mitt-leren Reihe liegen nach allen Angaben neben einander, die der unte-ren aber nach Einigen zu 2 und 1. Das gräfliche Wappen hat einenquergetheilten Mittelschild: oben in Grün ein nach der rechten Seitespringender Leopard und unten Gold, ohne Bild, damascirt: Stein-Kallenfels). Altes, rheinländisches, schon im 11. Jahrhunderte blü-hendes Adelsgeschlecht, welches den Beinamen von dem SchlosseHunoltstein bei Veldenz, vier Meilen von Trier, am nördlichen Ab-hänge des Hundrück führte und den Erz - u. Domstiften Trier, Mainz,Worms und Würzburg mehrere Domherren gegeben hat. TiburtiaVoigtin v. Hunoltstein, Hausfrau des Andreas v. Dalberg, wird be-reits 1019 genannt. Die ununterbrochene Stammreihe bis 1700 be-ginnt Humbracht mit Johann V. v. H., welcher um 1080 lebte unddas Geschlecht an dem Rheine fortpflanzte. Anna V. v. und zu H.war um 1482 gefürstete Aebtissin zu Herford. Das StammschlossHunoltstein wurde in der Fehde, welche Eranz v. Sickingen von1523 an mit dem Kurfürsten von Trier führte, zerstört, worauf dieFamilie sich in ihre Besitzungen in Lothringen, im Kahethal und inder Rhein-Pfalz theilte, wodurch drei Linien, die Linie zu Dürcastell,Merxheim und Söttern, entstanden, welche Letztere 1715 ausge-gangen ist. Den Grafenstand erhielt 1811 die in Lothringen begü-terte Linie Dürcastell, welche sich seit 1818 Hunolstein schreibt unddie Merxheimer Linie, an welche nach Erlöschen des alten reiehs-freiherrlichen Geschlechts v. Steinkallenfels Kamen. Güter und Wap-pen desselben gelangten und die von da an den Kamen v. Hunolt-stein-Steinkallenfels führte, blühte in Bayern,.Württemberg u.Baden.

Humbracht, Tab. 88 und 89. v. Ilattstcin , T. S. 608. Gauhe, I. S. 2692 u. 93. Zedier,50. S. 298 und 99. Salver, S. 589 und 602. Deutsche Grafenh. d. Gegeinv. 1. 8. 393 95.Freih. v. Ledebur, III. S. 62. Geneal. Taschenb. d. gräfl. Iiäuser, 1838, S. 257, 1848, S. 311 u.12, 1864, S. 388 und 89 u. ff. Jahrgg. und histor. Handbuch, S. 365. Geneal. Taschenb. d. freih.Häuser, 1853, S. 222, 1854, S. 256, 1856, S. 337, 1862, S. 427 und 28 u. ff. Jahrgg.

Vogt v. Prassberg, Vogt v. Alten - Snmmerau und Prassberg

(Stammwappen : in Gold eine von der Linken zur Rechten im Zirkelgebogene Stange eines schwarzen Hirschgeweihes mit fünf Enden).Erbl.-österr. Ereiherrnstand. Diplom vom 1. Aug. 1674, mit Vereini-gung des angeerbten Wappens derer v. Schinau, für Eranz Rudolphund Georg Wilhelm die Voegte v. Alten-Summerau und Prassberg.Von den Empfängern des Diploms war Ersterer zu Darwang fürstl.Constanz. Rath und Obervogt der Stadt und des Amtes Markdorfund der Letztere Herr zu Leuppolz und fürstl. Constanz. Hofjunkerund späteres Ereiherrndiplom vom 1. Mai 1745 für Anton ThaddaeusVogt v. Summerau auf Alten-Summerau, Rappenstein u. zum Thum,vorderösterr. Regierungsrath, Kammer-Präsidenten und Geh. Rath,mit Ausdehnung vom 3. Aug. 1765 auf die nachgelassenen Kinderseines Bruders, Johann Matthaeus Vogt: Joseph, Maria und Anna.Die Vögte v. Alten-Summerau und Prassberg (Sumerau u. Prasberg),von Siebmacher zum Schwäbischen Adel gerechnet, sind ein altesund ritterbürtiges Geschlecht, welches aus der Schweiz und ausGraubündteh, wo das Stammhaus Summerow hinter Chur im Thale