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Grafenhäuser der Gegenwart beschrieben u. abgebildet. — Die Grafenv. Veterani-Mailentheim (früher gewöhnlich Mallenthein), ent-sprossten zunächst dem Mallentheim'sehen Stamme und der NameVeterani ist durch Vermählung hinzugekommen. Das Geschlechtist eine alte kärntner Familie, die man, dem Stammwappen nach,mit den Abkömmlingen der veronesisclien Fürsten de Scala in Ver-bindung zu bringen gesucht hat. Georg M. wird zuerst im 13. Jahr-hunderte im Familien-Archive genannt. Reichsgrafenstand. Diplomvom 15. Juni 1719 für Johann Christoph Ferdinand Herrn v. Mal-lentheim. Die von Leupold — Allgemeines Adelsarchiv der Oesterr.Monarchie, II. S. 470 — 481 — gegebene, ununterbrochene Stamm-reihe des Geschlechts beginnt mit Johann v. Mallentheim um 1424.Von Johann stammte durch Caspar, Leonhard u. Stephan im viertenGliede Lorenz, welcher sich 1538 in Nieder-Oesterreich mit derHerrschaft Blankenstein ansässig machte und das Wappen desselbenvermehrte K. Maximilian II. durch Hinzufügung des Wappens dererloschenen Familie v. Scliulthes. Der Enkel des Lorenz, Sicg-mund IL — Sohn Sigmunds I. — verlor in den Religions-Unruhender ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts alle ererbten Güter bis aufdie sogenannten mallentheimer Höfe bei Ried in Nieder-Oesterreich.Auf diesen Höfen sah K. Leopold I., im Vorbeifahren auf der Jagd,den Sohn Sigmunds IL: Johann Peter nahm an demselben Interesseund liess ihn die grosse Jägerei erlernen. Später, 6. März 1686,verfügte Iv. Leopold I. die Wiederaufnahme in den alten Herrenstandund Johann Peters Sohn aus der Ehe mit Sophie v. Lagelberg, verw.Moser v. Pezelstorf, Herrin auf Kirchberg und Azlstorf: JohannChristoph Ferdinand, erhielt, s. oben, 1719 den Reichsgrafenstandund vermählte sich 1723 mit Maria (Konstantia, einzigen Tochter desGrafen Julius Marsiki v. Veterani und der Maria Camilla Grf. v. Ve-terani. Letztere war die einzige Tochter des bekannten k. k. Feld-marschalls Friedrich Gr. v. Veterani aus erster Ehe mit Maria Con-stantia Grf. v. Breuner. Als noch Einzige ihres alten veronesischenStammes bat Grf. Maria Camilla, da der Vater oft den Wunsch ge-äussert, dass durch die Tochter sein Name erhalten bliebe, dass K.Leopold I. ihrem Bräutigam, Grafen Julius Marsiki, welcher, auseinem alten florentinischen Adelsgeschleehte stammend, ihres VatersSchwestersohn sei, die Erlaubniss geben möchte, dass derselbe zu sei-nem Namen und Wappen die der Familie Veterani hinzusetzen dürfe.Die Genehmigung des Kaisers erfolgte u. Julius Franz feraf Marsiki,später k. k. General der Cavalerie, schrieb sich Graf Marsiki v. Ye-lerani. Aus seiner Ehe mit der erwähnten Maria Camilla Grf. v.\ eterani entspross, neben der oben genannten Maria Constantia Grf.v. Mallentheim, nur ein Sohn, Julius Franz IL Graf Marsiki, k. k.Rittmeister, welcher 1732 unvermählt starb, worauf der General Ju-lius Franz Marsiki v. Veterani, in Erinnerung des Wunsches seinesSchwiegervaters und Oheims, des Feldmarschalls Friedrich Grafenv. Veterani, seinem Enkel, Johann Julius Gr. v. Malieritheini, eingrosses Legat mit dem Beifügen vermachte, dass Letzterer mit seinem